Sonntag, 15. Juni 2014

351 Tage in Australien

65 Fotoordner auf dem Laptop
278 Tage Leben in Perth
3 wundervolle Kinder
44°C Höchsttemperatur
0 Haie
3 Huntsman-Spinnen
1 Redback-Spinne
0 Schlangen
1 Spinnenbiss
7 Ameisenbisse
267 Tage Nils in Australien
20 Tage Leni in Australien
2 Wochen Tobi in Australien
14 Flüge (davon einer ohne Landung)
5 Tage Lombok
1 Arztbesuch
10 Tage Outback
5 Tage Sydney
1 Sonnenbrand
unzählbar viele schöne Momente
unzählbar viele Tränen zum Abschied
100% sicher: Ich komme wieder!!

72 Tage Reisen entlang der Ostküste

4258 Kilometer mit Senfbert
45 Tage Leben im Auto
0 Unfälle
0 Strafzettel
619 $ für Benzin
1 Werkstattbesuch
600g Instantkaffee
4.667 m Höhe beim Fallschirmsprung
55 Sekunden freier Fall
2 Dosen Mückenspray
20 Mücken-Räucherkringel
9 warme Duschen
2 Gläser Erdnussbutter
1 Blutegel
0 Zecken
10 Nächte im Hostel
2 Bücher
2 Schnorcheltouren
1 Segeltörn
5 Kerzen
1 gekaufte CD
1 geschenkte CD
7 Nächte bezahltes Camping
38 Nächte kostenloses Camping
11 Tage Sydney
14 Folgen TKKG
43 Begriffe Galgenraten
2 Luftmatratzen
16 Gaskartuschen
1,5 kg Käse
4 Tage Melbourne
3 Kisten Bier
8 Tage Cairns
2 Bauernmärkte
0 Sonnenbrände
53 Passionsfrüchte

In meinem nun allerletzten von insgesamt 36 Blogeinträgen danke ich euch, meinen lieben Bloglesern, für bisher 6831 Blogaufrufe! Ich habe jedes meiner Worte (die ich jetzt aber NICHT zählen werde) gern geschrieben und erfreue mich an jedem Lob, jeder Kritik und jedem Lächeln, das dadurch entstanden ist!
„Juju am anderen Ende der Welt“ ist ein ständiger Begleiter auf meiner Reise geworden und ich bin sicher, dass ich es sehr vermissen werde, meine Erlebnisse in Bild und Wort Revue passieren zu lassen. Ich freue mich, dass so viele von euch so eifrig mitgelesen haben und somit auch hier in Australien auf bestimmte Art und Weise bei mir waren.
Aber ich freue mich auch auf das, was jetzt kommt: auf zu Hause, auf den Sommer in Hamburg, auf meine Familie und meine Freunde, auf mein Bett, auf Arbeit, auf's Klönen, auf die WM und darauf, mit euch zusammen in Erinnerung zu schwelgen. Die Erinnerung an mein Jahr am anderen Ende der Welt.. 

meine kleine Reise in einem riesigen Land! 1 Jahr ist definitiv nicht lang genug!

Nicht? Aaww..

Queenslands schöne Seiten

muckelige Lesestunde in Senfbert

Superfrische Ananas direkt vom Feld

Baum mit Wurzel.. Oder Wurzel mit Baum?

Bye bye, my beloved Australia! I will miss you so much but definitely come back!

Freitag, 6. Juni 2014

Wie Juju aus allen Wolken fiel

Fallschirmspringen? Sowas könnte ich nie.. Die sind doch verrückt.. Es ist nicht so gedacht, dass Menschen aus Flugzeugen springen..
Wie genau ich auf die Idee gekommen bin, dass ich das auch unbedingt machen möchte, weiß ich nicht mehr. Es ist, als wäre ich irgendwann aufgewacht und hätte gedacht: So, Fallschirmspringen muss ich ja dann auch mal machen. Und so kam es, dass Nils und ich den Weg zu einer Reiseagentur gemacht haben, um das Ereignis zu buchen. Wenn ihr einen Segeltrip, den Fallschirmsprung und einen Schnorcheltour zusammen bucht, wird es günstiger. Na, dann mal her mit den schönen Erlebnissen!

Die Segeltour von Airlie Beach aus entlang der Whitsunday Islands war super schön! Trotz Regen. Die leuchtend gelben Regenjacken haben für den optimalen Segler-Einheitslook gesorgt. Auf einem 39-Gäste-Boot waren wir nur zu siebt plus Crew und hatten somit jede Menge Platz. Dass darunter keine Deutschen Touristen waren, zeigte sich als überaus entspannend. Unsere Mitsegler aus der Schweiz, Belgien und Holland waren alle sehr nett und die dreiköpfige Seglercrew ließ spüren, dass Bootfahren für sie auch nach Jahren noch immer das Größte ist. Kein Wunder auf diesem tollen Schiff! Die „Derwent Hunter“ ist ein altes Segelboot, das nicht nur unglaublich hübsch aussieht, sondern glücklicherweise auch nicht durch drei Personen zu handhaben ist. So waren wir Gäste „gezwungen“, mit anzupacken und die großen, weißen Segel zu hissen und wieder einzuholen. Hau Ruck, das war ziemlich toll!
Nach einer Runde auf dem Wasser ging es dann auch rein. Neoprenanzüge angezogen, Schnorchelmasken ausgesetzte und alle Mann auf's kleine rote Schlauchboot. Am Strand wurden wir „ausgesetzt“ und konnten von dort aus ins Wasser und uns an den vielen bunten Fischen und Korallen erfreuen. Glücklicherweise haben uns die Whitsundays ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Schwimmen und Tauchen mit Wasserschildkröten. Die Süßen waren ungefähr einen Meter lang, uralt und schwer beeindruckend. Entspannt ließen sie sich nicht von ihrem Mittagsschläfchen in den Korallen aufhalten und wir hatten Zeit, sie uns genau anzusehen und natürlich auch Fotos zu machen. 

Schildkröte beim Mittagsschlaf

Viele bunte Fischis

Auf dem Rückweg nach Airlie Beach gab es dann noch ein leckeres Lunch, Kekse und Kaffee und die Aussicht auf einen strahlend blauen Ozean, viele Inseln und Delfine, die sich über die Wellen gefreut haben, die wir mit unserer schönen Derwent Hunter erzeugt haben.
Und wenn man schon mal in einem so touristischen Ort wie Airlie Beach auf dem Parkplatz einer Jugendherberge bleibt, kann man es ja auch genießen, Bars in Fußnähe zu haben. Der schöne Tag klang also ebenso schön beim Bierchen in gemütlicher Runde mit unseren Mitseglern aus.

Airlie Beach haben wir am nächsten Tag allerdings verlassen. Nicht, weil es uns nicht gefallen hat, sondern, weil es genau wie in Byron Bay nirgends möglich ist, kostenlos zu parken.
Unsere Weiterfahrt hat uns auch wieder mit unseren Reisepartnern zusammengebracht und so ging's weiter Richtung Cairns. Den Ort, den wir vor ein Paar Stunden erreicht haben. Aber Moment.. Hab ich da nicht etwas ausgelassen? Richtig, dem Titel nach war da ja noch ein Ereignis. Und zwar gestern.

Nach einer eher nervösen Nacht mit recht wenig Schlaf ging es früh morgens nach Mission Beach. Als dann endlich alle notwendigen Formulare ausgefüllt waren, wir uns auf der Waage versichert haben, nicht zu schwer zu sein (und das trotz „gesunder“ Camper-Nahrung), hat der Bus uns zu unserem kleinen Flieger gebracht. Jeder Fallwillige hatte schnell seinen Profispringer gefunden. Bei Sinno's Worten „Where is my Julie?“ wusste ich, dass es los geht. Ich springe wirklich! Von da an ging alles ziemlich schnell.. Aber seht selbst: 

Noch auf festem Boden, aber voller Vorfreude

rein ins kleine Flugzeug

"Oh, das ist ja schön hoch!" Ja, sagt Sinno, das ist jetzt so 1/4 der Höhe

also weiter rauf

und dann wieder runter. 55 Sekunden freier Fall - whuuuuuu


dann gute Laune im Schwebeflug

Landung am Strand. Der blaue Schirm oben am Strand war Nils


darf ich vorstellen: der glücklichste Mensch der Welt

Thanks for bringing me down safely, Sinno!
Der tapfere Nils, der das Flugzeug zuerst verlassen hat, ist genauso überwältigt wie ich. Glücklich und voller Adrenalin haben wir uns am Strand von Mission Beach wieder getroffen und bekamen das Grinsen noch Stunden später nicht aus dem Gesicht gewischt. 

Und somit befehle ich per Blog-Gruß JEDEM, der auch nur EINE Sekunde darüber nachgedacht hat, zu springen! Es ist ein so unbeschreibliches Erlebnis – keine Sekunde Angst, weil man dazu viel zu beeindruckt ist. Und denkt dran, das Gute ist: Man braucht keinen Mut, um zu springen. Springen tut der Mann, an dem du befestigt bist!