Montag, 29. Juli 2013

Kinder, Kinder...

Au Pair in Australien.. Auch nach vier Wochen fühlt es sich noch an wie Urlaub und das obwohl mich der Radiowecker täglich um 7:15 Uhr mit immer wieder neuen Klängen überrascht. Von lautem Rauschen über griechisch-melodiöse Lieder bis hin zu den aktuellsten australischen Dance-Hits war bisher alles dabei. Mal sehen, welcher Sender morgen unter dieser Frequenz meine Ohren beglücken und mich aus dem schönsten Schlaf reißen darf. Es bleibt spannend.. Und auch wenn es früh ist, macht es einem doch wenig aus, wenn der „Arbeitstag“ für die ersten zwei Stunden im Schlafanzug (hier liebevoll (Py-)Jami genannt) beginnt.

Das Au Pair-Treffen zum gemeinsamen Pizza lunchen letzten Samstag hat aber auch gezeigt, dass bei Weitem nicht alle „Kolleginnen“ so großes Glück haben, wie meine Au Pair-Cousine Hannah (an dieser Stelle liebe Grüße zurück an dich) und ich. Herzlich, harmonisch, offen – eine großartige Familie, die zusammenhält und in der jeder zur Freude anderer beitragen will. Oma Julia sagte neulich: At the end of the day, it's always the family! - sehr schön gesagt, sehr richtig, ich stimme voll und ganz zu!

Ja, es fühlt sich gut an, hier und sofort als Teil dieser tollen Familie aufgenommen worden zu sein! Dennoch – wie heißt es so schön? Ich bin ja nicht aus Spaß hier! Oder doch? Geschäftlich privat im Arbeitsurlaub könnte man sagen. Um euch diese konfuse Situation verständlicher zu machen, heute ein Einblick in meinen „Arbeitsalltag“. (Ihr seht, ich KANN es nicht Arbeit nennen, so sehr ich es versuche..) Daher gebe ich mich geschlagen, und nenne es nicht Fleiß, Arbeit oder Pflicht.. Ich nenne es offen für jede Interpretation: KINDER, KINDER...

James – 5 Jahre 





Nie habe ich charmantere Sommersprossen gesehen. Der kleine Oliver Twist ist sprachbegabt und ausgesprochen intelligent. Nicht nur in Bezug auf seine exzellenten Schulnoten (und das weiß ich, obwohl das Benotungssystem für die Vorschüler höchst uneinleuchtend ist), sondern auch bezogen auf soziales Verhalten. Ein Blick in seine Augen und du spürst genau, wie er gerade dabei ist, dich genauestens zu analysieren. Er durchschaut andere Menschen schnell und kann genau sagen, wer in der Vorschule Märchen erzählt, wer der Frechdachs ist, welches der Kinder gemein zu anderen ist und wer ein guter Freund sein kann. Und weil er Menschen so gut kennt, ist er erstmal vorsichtig. Umso glücklicher bin ich darüber, dass er mich scheinbar in sein Herz schließen will.

Momentanes Lieblingsspielzeug:

Vulkan, in den man Backpulver füllt und dann vorsichtig Essig gießt, was in Kombination mit roter Lebensmittelfarbe einen wunderbaren Ausbruch ergibt.

Unsere schönsten Momente:

  • als er meinem Kuschel-Koala den Namen „Rosy“ gegeben hat und seitdem fast täglich fragt, ob ich das noch weiß und wie es ihr geht
  • wie er sich jedes Mal freut, wenn ich ihn Mister Bony-Bottom nenne, wenn er sich mit seinem kleinen, knochigen Hintern auf meinen Schoß setzt
  • jede deutsche Vokabel oder Gebärde, die er erfragt und dann diszipliniert solange übt, bis es super klappt (gar nicht so leicht bei Brokkoli und Küchenrolle..)
  • als er mir beim Uno spielen aufgeregt strahlend seine letzte Karte auf der Hand zeigt und flüstert: „I'm going to win!“
  • als er meinte, wenn Leah 3 oder 4 ist, bringt er ihr bei, einen Schraubenzieher zu benutzen
  • als er mich zur Schlafenszeit gefragt hat, ob ich ihm drei Minuten lang den Rücken klopfen und streicheln kann und mir dann gezeigt hat, wie genau er sich das Ganze vorstellt
  • als er meine Bolognese probiert hat, beide Daumen weit nach oben zeigten und er überzeugt sagte: Wow, awesome!!!
  • jedes Mal, wenn er stolz und bemüht, aber ausgesprochen französisch meinen Namen sagt (manchmal erwischt man ihn dabei, wie er das heimlich übt, während er spielt und dabei leise meinen Namen flüstert – immer und immer wieder)
  • als er beim Skypen mit Nils dazukam und meinte, dass er ihm beibringt, den Australian Football zu kicken, wenn er hier ist

Lewis – 3 Jahre






Ein absolutes Energiebündel! Manchmal powert er sich so sehr aus, dass er entweder einfach nachgibt und zum Beispiel mit Eis in der Hand einschläft oder aber völlig durchdreht. Er ist eben viel zu gern wach und verpasst ungern auch nur eine einzige Minute des Tages.
Lewis ist ein sehr humorvolles Kind, das unheimlich gern lacht („Julie, tickle me!!). Da war der Kinobesuch mit einem lustigen Film natürlich genau das Richtige. Er ist nämlich auch ein absoluter Fernsehliebhaber und würde, wenn er denn dürfte, am liebsten den ganzen Tag mit Glotze und seinem iPad verbringen. „Leider“ achten Mummy und Daddy aber darauf, dass es begrenzt und pädagogisch möglichst wertvolles Programm ist. Dennoch – Lewis kennt alles, was das Kinderprogramm so hergibt, seien es Bananas in Pyjamas, Fireman Sam oder Peppa Pig. Und natürlich – wie sich das für einen echten Junkie gehört – liebt er jede Sendung.
Ich habe Lewis schon jetzt viel zu verdanken! Er hat mich von der ersten Minute an offenst (einzig passendes Wort an dieser Stelle, also verzeih, Herr Duden) aufgenommen und ist schon jetzt ein kleiner Bruder für mich! Außerdem habe ich nur seinetwegen ständig einen Ohrwurm von „Peeeeppa Pig...“.. Lewis ist lieb, nervig, cool, schlau und herzlich - der Süße!

Momentanes Lieblingsspielzeug:

Furzkissen – vor jedem Essen muss jeder sich mindestens zwei Mal draufsetzen und dann ganz überrascht sagen: „What was thaaaaaat?“, woraufhin er dann laut lachend sagt: „YOUUUUU!“

Unsere schönsten Momente:
  • als er das erste Mal fest seine Arme um meine Beine geschlossen hat, um sich zu verabschieden, bevor er zur Schule gegangen ist
  • als er gestern abend „Tschüß“ gesagt hat, als Gastmutter Michelle und ich das Haus verlassen haben
  • wie er fast jedes Mal auf meinen Schoß gekrabbelt kommt, wenn ich abends vor dem Kamin sitze
  • wie er mich beim Essen fragt, ob ich das vorher schonmal gegessen habe (sogar bei den selbstgeriebenen Kartoffelpuffern mit Apfelmus, die ich letzte Woche gemacht hab)
  • gute-Nacht-High-Fives
  • als er zwei Tage nach meiner Ankunft meinte, dass er lilane Fingernägel eigentlich nicht mag
  • als ich meine Bolognese gewürzt habe, er konzentriert sein Kinderprogramm verfolgt hat und dann ohne aufzusehen meinte: „Well, actually I don't like Pepper!“)
  • als es ihm dann aber so gut geschmeckt hat, dass er drei ganzen Portionen verputzt hat

Leah – 8 Monate

 

Ganz altersgemäß kann ich natürlich noch keine Zitate hier aufführen und auch bewegungstechnisch ist sie – sagen wir – bequem. Warum soll ich mit acht Monaten krabbeln, wenn mich schon irgendjemand durch die Gegend schleppt, wenn ich nur lange genug brülle? Recht hat die kleine Haare-Zieherein. Trotzdem hat der Wille sie jetzt gepackt und sie übt fleißig jeden Tag, auf ihre kleinen Knie zu kommen und sich vorwärts zu bewegen – rückwärts klappt schon super, frustriert sie aber verständlicherweise mehr als dass es Freude macht.
Leah hat das entzückendste Lachen und jedes kleine Lächeln entschädigt für den langsamen Verlust des Hörvermögens – kleine Brüllwurst!
A propos Wurst – Leah ist ein absoluter Schnellesser. Beide Arme in die Höh' und schon geht’s los. Ungestoppt und bloß geschätzt dürfte die Bestzeit wohl bei circa 27,8 Sekunden liegen. Wenn du beim Füttern absetzt, hast du verloren!
Unglaublich schön! Leah, die kleine Missy, ist eine absolute Bereicherung für meine AuPair-Erfahrung. Sie ist so voller Freude und Liebe und hilft einem mit kleinen Schmuse-Einheiten sicher irgendwann über die noch ausbleibende Heimwehattacke.

Momentanes Lieblingsspielzeug: 

Fernbedienung - da kommt sie wohl nach Lewis. Oder nach James, der Krabbeln gelernt hat, als man ihm die Fernbedienung vor die Nase gelegt hat.

Unsere schönsten Momente:
  • Badestunde kurz vorm Schlafengehen
  • die gemeinsamen Spaziergänge
  • das erste Mal, als sie sich fest an mich gekuschelt hat
  • wie sie jedes Mal mit der ganzen Hand meinen Daumen umfasst und mich mit riesigen Augen beobachtet, während ich ihr die Milchflasche gebe
  • das gemeinsame Spielen auf der Picknickdecke in Nanutarra
  • jedes breite Grinsen, bei dem sie einem alle drei Zähne zeigt
Diese drei Schätze füllen meinen australischen Alltag mit Leben und Freude und zeigen mir jeden Tag auf's Neue, wie erfüllend es ist, Zeit mit Kindern zu verbringen. Ich bin zuversichtlich, hier noch viele entnervte aber auch überglückliche Momente zu erleben!

Mein heutiger Blog-Gruß geht alle meine vier Eltern! Vielen Dank, dass ihr mir beigebracht habt, das Schöne im Leben zu sehen und zu erkennen. Ich vermisse euch sehr, kann aber jeden Moment genießen! Bin in Gedanken bei euch und entschuldige mich hiermit offiziell für jede Minute, die ich als Kind unnötig rumgebrüllt habe. Hab euch sehr lieb!

Donnerstag, 25. Juli 2013

Strandstunden

Kaum fünf Minuten mit Auto Schroddi-Schröder und schon bin ich da - am Meer! Wunderschönes blau- türkises und stark aufgewühltes Wasser, hohe Wellen, halbnackte Surfer, deren sportliche Aktivität ich wohl knapp verpasst habe, da sie allesamt gerade dabei waren, ihre Fischklamotten wieder gegen normale Kleidung zu tauschen, disziplinierte Jogger, Hunde und Spaziergänger, die die Promenade zwischen teuren Villen und dem kalten Ozean mit Leben füllen. Perth - Beach Road bis zum Ende folgen und dann nach Belieben den West Coast Drive rauf- und runterfahren, dabei dem Wechsel aus Gesabbel und Musik im australischen Radio lauschen - klingt wie Urlaub? Fühlt sich auch so an! SO macht man Mittagspause!

So kann ja gar nichts mehr schiefgehen

Nettes Plätzchen suchen..

und Aussicht genießen!





Wellen höher als ich (ja, für Wellen IST das schwer)

Und dann am West Coast Drive Schroddi-Schröder wiederfinden

A propos Mittagspause geht mein heutiger Blog-Gruß an meine lieben Parship-Kollegen! Ich schicke euch sonnige Grüße ins Büro und genieße alles doppelt und dreifach für euch mit.

Dienstag, 23. Juli 2013

Zurück in der Zivilisation

Obwohl es im Outback weder Zeit noch Termine gibt, sind auch dort die Schulferien irgendwann vorbei und es geht zurück „nach Hause“. Nach zehn wundervollen Tagen in Nanutarra gefüllt mit viel Roadhouse-Arbeit, schönen Stunden am Fluss und circa 1073 Runden „Uno“ ist somit auch diese schöne Reise nun vorbei.
So ging es dann am 16. in aller Frühe zum Flughafen (wir erinnern uns: etwa 2,5 Stunden Autofahrt, um in Paraburdoo anzukommen, anschließend knappe 2 Stunden Flug bis Perth).

Auf diesem Bild seht ihr so ungefähr alles vom Flughafen Paraburdoo
Ja, das wäre der normale Plan gewesen. Perth ist aber eine schöne Stadt und aus diesem Grund wollten an jenem Tag leider zu viele Flugzeuge auf einmal dort landen. Was heißt das für uns? Da wir in einer nicht allzu großen Propeller-Maschine saßen, die uns und ansonsten fast ausschließlich Minenarbeiter gen Süden bringen sollte, musste umgeplant werden. Keine Landeerlaubnis. Witzig.. Also erstmal mit dem Flugzeug zurück bis Geraldton zum Nachtanken. Am regnerischen Flughafen angekommen, konnten wir aufgrund des Wetters dann erstmal nicht wieder starten. Witzig.. Also weitere Momente im Flieger (aus Sicherheitsgründen durften wir nämlich nicht raus - ah ja). Hier gab es natürlich nur ausreichend Essen für eine knapp zweistündige Tour. Mal ganz davon abgesehen, dass auch WIR nur für eine Kurzstrecke ausgestattet waren, und somit (nicht nur) das Baby langsam aber sicher wieder hungrig wurde. Witzig.. So wurden also aus knapp zwei Stunden im Flugzeug gute sechs Stunden hungrig und mit schreiendem Kind und verständlicherweise genervten Jungs, zwei Mal Starten, zwei mal Landen.. Alles in allem ein witziger Trip also..

Nun sind wir aber doch noch angekommen und dann hieß es auch schon fast wieder Packen. Wofür denn nun schon wieder? Glamping-Urlaub in Busselton. Meiner Ansicht nach eine wunderschöne Wortkombi, aber wie campt man denn glamourös? Ein Wochenende in einem Ressort voller schicker Miniferienhäuser, genannt Chalet. In „Chalet No.3“ (klingt wie Parfum, riecht aber anders) haben wir es uns dann alle zusammen mit der mitgebrachten Nespresso und jeder Menge leckerem Essen gemütlich gemacht. Der Flatscreen zeigte das Kinderprogramm, am zweiten Abend ließen wir uns indisches Essen liefern. So glampt man also. Die befreundete Familie, die das Chalet direkt nebenan bewohnte, hat mit den entzückenden Kindern April (2) und Harry (5) ganz großartig zum allgemeinen Amüsement beigetragen. 

Chalet No.3 mit Familienkutsche
Wer schläft denn da so friedlich auf dem Heimweg?
So, und auch dieses Wochenende ist bereits vorüber, was mir zeigt, dass ich mit meinem Eintrag diesmal recht lange gewartet und viel „gesammelt“ habe. Wir sind wieder in Perth angekommen und Papa Aaron ist just in diesem Moment auf dem Weg zum Flughafen, um wieder fleißig im Roadhouse weiterzuarbeiten. Daumen drücken, dass er diesmal tatsächlich knappe zwei Stunden Flug genießen kann, aber ich gehe nicht davon aus, dass sie den Flugverkehr in Paraburdoo vor lauter Andrang nicht in den Griff bekommen, um ehrlich zu sein. 

Geburtstagskuchen für Oma Julia, die sich samstag auf große Europareise begibt.
Heute abend startet also der Alltag. Die Schule hat heute wieder begonnen, aber leider ohne den kranken James. Armer Wurm, wo er Schule doch so liebt! Nun ist erstmal keine weitere Reise geplant, dennoch stehen spannende Ereignisse bevor und bereits gestern ging es los mit weiteren aufregenden Erlebnissen:
Mit Opa John ging's gestern zehn Fußminuten zu deren Haus, um „mein“ Auto dort abzuholen. Das erste Auto meiner Gastmutter steht dort seit Längerem ungenutzt unter einem Baum – unnötig, jetzt wo ich doch hier bin, meinen alle und somit hieß es gestern seit meiner Ankunft das erste Mal wieder: rechts einsteigen! Wie aufregend, wo doch genau da das Lenkrad ist. Und nun also umdenken. Aber nicht bei allem – das wäre ja zu einfach. Und so suche ich den Gurt links, die Handbremse rechts und wische gründlichst die Scheibe, bevor ich rechts abbiege.. Der erste Gang ist aber wie gewohnt ganz links auf dem Schaltknüppelweg und glücklicherweise haben auch die Pedale ihre „richtig-rumme“ Anordnung. John sagt, sie sind eben nur halb-verwirrend. Ich als bekanntes Mathegenie finde halbkonsequent aber doppeltverwirrend und bestehe somit auf meinen „Thanks for your understanding – I'm a tourist“-Aufkleber in der Heckscheibe.
Bereits nach einigen Kurven wirkte ich aber fast schon routiniert, vielleicht also doch kein Warnhinweis. Den Autos in den letzten Wochen dabei zuzusehen, auf der falschen Seite zu fahren, war sicher hilfreich. Unabhängig und mobil setze ich nun also mein Abenteuer hier fort. 

Falschrum..
Mein Autochen - liebevoll getauft auf den Namen Schroddi - fährt aber 1a


Und zwar genau jetzt. Ab in einen nahegelegenen (naja, mit dem Auto jedenfalls) Coffeeshop zum Treffen mit einem anderen deutschen AuPair. Ein bisschen soziale Anbindung außerhalb der Familie wird ja auch niemandem schaden. So let's make friends!

Lass "Blumen" sprechen..
Um aber alte Traditionen aufrecht zu erhalten, hier noch schnell mein heutiger Blog-Gruß:
Dieser geht an meine liebe Anna! Für dich setze ich unser Café-Hopping jetzt in Australien in die Tat um! Selbstverständlich ersetzt das kein einziges Treffen, das folgt, sobald ich wieder da bin! Ich mach mich nur schonmal warm! Bunte, warme Kaffeegrüße an jeden deiner Sinne!






Mittwoch, 17. Juli 2013

Look at this!

Das Warten soll sich ja gelohnt haben. Daher heute ein in erster Linie visueller aber ausführlicher Eindruck vom bereits beschriebenen Aufenthalt im:

Hereinspaziert.. Aber denk an das ungeschriebene Gesetzt: Jedes Gatter, das du öffnest, musst du wieder schließen, damit die Kühe nicht auf den großen Highways verloren gehen.

Unsere Unterkunft
Küche
Arbeitsbereich
Bad   
 Ok.. jetzt dürfte auch dem Letzten aufgefallen sein, dass ich mir einen Spaß erlaubt habe.. Das Bild unserer Unterkunft ist noch der Wahrheit entsprechend. Die 3 Bilder der "Inneneinrichtung" sind allerdings ist einem alten, verlassenen Haus entstanden, das wir auf unserem Rückweg vom Fluss besichtigt haben. Unglaublich spannend, was einem da alles so begegnet. Teilweise sieht es fast noch bewohnbar aus, aber das dürfte wohl täuschen. Wer da wohl mal gewohnt hat? Das lässt die Phantasie auf Hochtouren laufen!

Jetzt aber wieder zurück zu Tatsachen:
Wunderschöner roter Fluss

Kreisende Adler

James und Lewis bereit für ihre tägliche Tour auf dem benzinbetriebenen Motorbike


Drei weiß-gelbe Kakadus genießen die letzte Sonne des Tages, die gerade noch eben die Äste küsst.

Lagerfeuer und Cider - Na dann ma Prost!


Auch Leah ist bereit für ihre erste Tour. Man kann ja nicht früh genug anfangen! (na, vielleicht warten wir doch noch, bis sie wenigstens einen dritten Zahn hat)

Gemütliches Lagerfeuer und dank dosenweise Mückenspray keinerlei Stiche

Die Windmühle der Wasserpumpe und der erste und hellste Stern am Himmel

Henry der Toilettenfrosch - der lebt in den Toiletten des Roadhouses. Ist wohl irgendwann mal bei einem Trucker aus Versehen mitgefahren. Als einsames Wesen ohne Angehörige tummelt er sich nun in Nanutarras "Gewässern" herum. Man weiß nie, auf welchem Pott er einem heute begegnen wird..



James kopfüber - er gehört zu den Kinden, die man selten richtigherum oder mit den Füßen auf dem Boden sieht

Termiten-Hügel aus? Genau.. rotem Dreck!

Lewis und Leah

Schöne Zeit am Strand mitten im Outback - abstrakt und wundevoll!

unglaublich aber wahr: Der RECHTE ist meiner!

Es gibt sicher schlechtere Plätze auf der Welt als diese Bank..

Möwen, Meer und roter Sand

Suchbild: Wo ist das Baby? Nickerchen am Fluss

Hier wächst auch gern mal ein Baum aus einem Baum

und andererseits dann solche Schönheiten! Sachen gibt's..
 Ja! Schönheiten! Schön war's! Das ist doch ein schöner Eintragsabschluss. Zu guter Letzt natürlich noch mein Blog-Gruß. Dieser geht heute an Mama und Detlef in Gedanken an den schönsten aller Gärten! Ein Sommer ohne euren Grill.. Das wird schwer, aber ihr seht, ich werde entschädigt! Blumig duftende Grüße!!








Sonntag, 14. Juli 2013

Es sind die kleinen Dinge..

Heute mal ein Blog-Post der etwas spezielleren Art. Warum? Weil es einfach so viele schöne Dinge gibt, dir mir auffallen und ich – wie mancher von euch weiß – ja ein geübter Listenschreiber bin (ja ok.. man könnte sagen, es besteht eine gewisse Sucht nach untereinander aufgeführten Dingen, To-do-Listen, Pack- oder Einkauflisten, wichtig-Listen, gut-zu-wissen-Listen, Lustig-Listen und teilweise sogar absurden schon-erledigt-Listen..)
Daher heute ein Eintrag in diesem ganz besonderen Australien-Tagebuch in Form einer? Genau.. LISTE!
Wie wir sie nennen? Die „ist-es-nicht-schön-Liste“! Let's start... (seid an dieser Stelle herzlich eingeladen, durch Kommentare zu erweitern. Ich würde mich freuen)

Ist es nicht schön, wenn...

  • du um 7 Uhr morgens von Kindern geweckt wirst, die sich darum streiten, wer das Kinder-Fernsehprogramm aussuchen kann, wenn es nur einen in Frage kommenden Kanal gibt?
  • dich dieses ungewohnte Gewecktwerden nicht einmal stört, weil du die Kinder einfach total toll findest?
  • deine Hose völlig nassgesabbert ist, weil das Baby fröhlich lernt, die Lippen mit einem lauten „Brrrrr“ ordentlich flattern zu lassen?
  • eben dieses Baby das erste Mal „MumMumMum“ sagt und du dabei bist und dich mit der stolzen Mummy freuen kannst?
  • der Wasserkocher kurz davor ist, dir du erlauben, deinen Tee aufzugießen, wenn du zum Spaziergang gegen Babygeschrei nach draußen gerufen wirst?
  • wenn du von diesem Spaziergang zurückkommst und deine Gastmutter dich mit dem frischen Tee auf der Veranda begrüßt?
  • deine Gastkinder so interessiert an deiner Herkunft sind, dass sie bei allem fragen: Hast du das jemals in deinem Leben schonmal gesehen/gegessen/getrunken/gespielt? (Hast du jemals in deinem Leben vorher Kartoffeln gegessen? Äähm.. ja.. Gelegentlich!)
  • ein Fünfjähriger dich für deinen brillanten Kick mit dem Australian Football lobt und dir sagt, dass du immer besser wirst?
  • derselbe Junge morgens um halb 7 fragt, ob du mal rüberrutschen kannst, damit er sich ankuscheln kann?
  • du im Juli frische Mandarinen isst und denkst: das gehört doch in die Adventszeit?
  • ein vom Spielen müder Junge unter deinen Streicheleinheiten mit einem Eis in der Hand einfach einschläft?
  • die Wäsche nach dem Aufhängen nach nicht mal 1-2 Stunden von Sonne und Wind getrocknet ist?
  • es „Magnum Peppermint“ gibt?
  • du Spaß daran hast, beim Uno-spielen eine „Nimm-4-Karte“ zu bekommen?
  • nach kurzer Zeit die ersten Träume in der neuen Alltagssprache kommen?
  • eine behaarte Spinne der Größe deiner Handfläche dir keinerlei Angst einjagt, weil du nur denkst: Oh, das ist ja spannend? (keine Sorge, Kirstin, Miri und alle anderen Spinnenphobetiker (oder Spinnophoben? Spinnenängstler? Oder einfach Spinner?..) KEINE Fotos! Nur auf Anfrage. Will meine Leser ja nicht vergraulen..)
  • alle dich aufnehmen, als wärst du schon immer ein Teil von ihnen und nur irgendwie die ganze Zeit nicht da gewesen?
  • du dieses Willkommen-Gefühl schon nach 2 Wochen hast?

Und zu guter Letzt:
  • du immer wieder hörst, wie toll dein Blog ist? Tausend Dank für euer Interesse an meinen Nachrichten und euer Lob, das dafür sorgt, dass ich gern so weitermache! Das habt ihr jetzt davon!

Mein heutiger Blog-Gruß geht daher an EUCH! An jeden, der sich dadurch gern angesprochen fühlt und den ich mit meinen Worten ein bisschen an meinem Abenteuer teilhaben lassen kann. Hab euch hier alle bei mir und freue mich, wenn ich euch zwischendurch von Arbeit und anderen Nichtigkeiten ablenken kann! Lots of love!

Donnerstag, 11. Juli 2013

Im Outback – oder: Paradies für die Jungs!

Draußen spielen, überall unbedacht rumrennen und dabei so richtig schön dreckig werden! Sounds like fun? It is!!

Heute ist der sechste von zehn Tagen im Nanutarra Roadhouse. (Hä? Roadhouse? Was ist das denn? Dazu später mehr..) Einerseits vergeht die Zeit hier so schnell (wie schon sechs Tage?), andererseits steht sie still. Man sieht nur zwangsweise irgendwann auf die Uhr, um zu sehen, ob schon Zeit für's Mittagessen ist – was? Erst 12? Was ist da los?
In Dubai habe ich das Gefühl für die Uhrzeit verloren, hier verliert man sein gesamtes Gefühl für Zeit und Raum. Datum und Tageszeit spielen hier ganz einfach überhaupt keine Rolle und die Größenverhältnisse sind unvorstellbar und höchst paradox. Der Flughafen von Paraburdoo, wo wir nach zweistündigem Flug von Perth gelandet sind ist 270 km von hier entfernt, ist aber selbst so klein, dass beinahe alles auf ein einziges Foto passt – und das ohne übertriebenen Weitwinkel. Zwischen Paraburdoo und Nanutarra ist nicht viel. Nur Land, Land, Land und Kühe. Zwischendurch mal ein winziges Straßenschild, das dir sagt, wieviele Kilometer du noch zu fahren hast, bis du beim nächsten Irgendwas angekommen bist. Nur noch 200 km? Dann sind wir ja gleich da! Das einzige wilde Känguru, das ich im Freien bisher gesehen habe, lag leider tot neben dem Highway. (War also nicht mehr soo wild..) Tja, was bei uns der Igel.. hier ist eben alles etwas größer. Außer unser derzeitiges Wohndomizil – und hier kommen wir zum Paradoxon! Wir wohnen in einem kleinen, aber schnuckeligen Wohncontainer mit allem, was man braucht und – die darf ja hier nicht fehlen – einer Nespresso (die leider vor ein paar Tagen kaputtgegangen ist, also leben wir doch wieder ohne. Stattdessen mit Instantkaffee, was hier irgendwie viel besser reinpasst und durchaus schmacko sein kann.) Essen gibt’s direkt aus dem Imbiss. Imbiss? Ja, was ist denn nun ein Roadhouse? Es lässt sich am besten betiteln als Imbiss-Zeltplatz-Tankstellen-Wohncontainer-Raststätte. Diese gehört meiner Gastfamilie und darum verbringen wir hier die Schulferien der Jungs, um mal nach dem Rechten zu schauen und Daddy zu besuchen, der momentan die meiste Zeit hier oben verbringt. Das Schönste daran ist: Jeder packt hier mit an! Der Chef macht den Abwasch in der Küche und dann füllt eben das AuPair auch mal den Kühlschrank im Laden auf. Dieses Miteinander hier gefällt mir sehr! Als Teil des Teams (ja, ich habe Cap und Uniform) haben die anderen Angestellten mich dann auch neulich auf einen leckeren Cider zu sich eingeladen – nettes Team, netter Abend! Alles Leute von irgendwo. Von hier kommt niemand. Hier ist ja nichts!

Aaaaber auch im Nichts lauern Überraschungen! (Keine Sorge, Leni, keine Schlangenstory. Die wurden nach wie vor nicht gesichtet.) Heute hat mich eine Überraschung der unerwarteten Art erwartet (ääh. Ja, dieser Satz ist jeder Hinsicht absolut merkwürdig aber passend formuliert):
Wir haben heute einen Ausflug mit dem Auto gemacht. Und zwar zum Strand. Es war traumhaft schön dort. Es gab Möwen, Palmen, Muscheln, roten Sand (alles ist hier rot.. rot rot rot..). Natürlich war der Weg dorthin nicht gerade kurz, nichts ist um die Ecke, wo es keine Ecken gibt. Der Weg hat sich aber absolut gelohnt! Fotos folgen! Ein superschöner Ausflug. Zum Glück mussten wir dorthin fahren, um einige Schlüssel nachmachen zu lassen. In einem Dorf, in dem hauptsächlich „Eingeborene“ leben. Da gab es sogar einen Supermarkt. Keinen Echten natürlich, weil der neulich wegen irgendwelcher Elektrosachen ausgebrannt ist. Sowas ist hier natürlich nicht allzu schnell behoben – hier ist ja nichts! Aber sie haben kurzerhand ein Basketballfeld umfunktioniert und schon kannst du wieder Vegemite und Essig kaufen. Die zwei wohl australischsten und wichtigsten Lebensmittel hier! Vegemite – ein abartig aussehender, schwarzer Brotaufstrich. Meine Gastmutter Michelle meinte, dass bisher jeder Deutsche nach dem ersten Probieren gesagt hat, dass es abartig ist. Da bin ich dann wohl eine Ausnahme. Nach über einer Woche australischem Aufenthalt hab ich mich rangewagt – schmeckt! Und warum Essig? Weil die das einfach auf alles machen! Wundern sich über uns, dass wir Majo auf unseren Pommes mögen, aber hier werden die Fritten mit ooordentlich Essig übergossen! Aber? Schmeckt! I'm starting to become really australian!

Mein heutiger Blog-Gruß geht an Nils! Der Instantkaffee erinnert mich mit jedem Schluck an unseren verregneten und wundervollen Urlaub in Lacanau. Denke hier nicht nur beim Kaffee an dich! Tausendundfünf Küsse für dich!

Donnerstag, 4. Juli 2013

Living in Carine

Zuhaus in Nummer 28 - Lieblingsplatz: rechts auf der Veranda mit Kaffee oder Buch in der Sonne. Toll!!

Front garden

Palmen im Garten.. muss man mehr sagen?

Poooool

Max

Hier endlich ein paar Eindrücke für alle, die schon neugierig drängelnd um Bilder baten. Man kann sagen: Es lässt sich wirklich hübsch leben mit Palmen im Garten und einem dicken Pool direkt neben einer großen Terrasse und einer für alle Fleischliebenden paradisischen Grillstation. Bin gespannt, wann die wohl eingeweiht wird. Aber jetzt ist ja Winter, auch wenn man das bei regelmäßigem Sonnenschein und stets über 20° C gern mal vergisst. Klingt nicht so warm wie es ist - die australische Sonne hat wirklich verstanden, wie es geht! Immer schön eincremen nicht vergessen..

Abgesehen von dem typisch australischen Wetter gibt es noch etwas anderes, was wohl jeder über dieses Land weiß: hier gibt es viiiele Tiere! Die Ameise war ja schon ein schönes Symbol für all die gefährlichen Monster, von denen man schon so viel gelesen hat, von denen ich aber noch nicht ein einziges gesehen habe. Alle Australier behaupten auch, dass sowieso jedes auch noch so gefährliche Tier schneller weg ist als man überhaupt gucken oder hinlaufen kann (warum auch immer man hinlaufen WILL..). Aber ich bin sicher, dass sie sich bei unserem Trip ins Outback, der übermorgen startet (10 Tage mit nichts als roten Dreck - that will be fun!), nicht länger vor mir verstecken können. Es bleibt also spannend.. 

Aber es gibt ja auch noch die Tiere, die man gern sehen würde. Und wohin geht man dazu am besten? In den Perth Zoo. Genau das habe ich vorgestern mit Lewis und Oma Jil gemacht. Kängurus, Wallabies, Emus und natürlich KOALAS!! Alle waren da. Aaaber das wäre ja zu einfach gewesen. Also haben die dicken Koalis sich gedacht: "Heute nicht!" und haben sich nicht davon beeindrucken lassen, dass sie gesehen werden wollen und mit dem Po zu meiner neugierigen Kamera weitergeschlafen. Dann eben nächstes Mal. Dieser Trip ist ja kein Urlaub, der nach einer Woche vorbei ist, also habe ich wohl noch die ein oder andere Chance. Was soll man groß erzählen über Tiere und Pflanzen im Zoo? Bilder sagen an dieser Stelle wohl mehr als Worte!

"Wurstbaum" (wirklich!)


Die fliegen hier überall rum. Sehr hübsch!

Chilling Känguru

"Let's see what's next!" Lewis, der Zoo-Führer

Snap Snap.. crocodiles ahead

Wieviele Pinguine sind auf diesem Bild, Nils? ;)

Hörnchen entspannt

zu guter Letzt: Koala-Po :)
Mein heutiger Blog-Gruß geht an Leni, denn "1-2-3 ich glaub, ich nehm' lieber mein KÄNGURU!!!" 
Ich zeig dir das alles, wenn du hier bist! Liebst!!