Fallschirmspringen? Sowas könnte ich
nie.. Die sind doch verrückt.. Es ist nicht so gedacht, dass
Menschen aus Flugzeugen springen..
Wie genau ich auf die Idee gekommen
bin, dass ich das auch unbedingt machen möchte, weiß ich nicht
mehr. Es ist, als wäre ich irgendwann aufgewacht und hätte gedacht:
So, Fallschirmspringen muss ich ja dann auch mal machen. Und so kam
es, dass Nils und ich den Weg zu einer Reiseagentur gemacht haben, um
das Ereignis zu buchen. Wenn ihr einen Segeltrip, den
Fallschirmsprung und einen Schnorcheltour zusammen bucht, wird es
günstiger. Na, dann mal her mit den schönen Erlebnissen!
Die Segeltour von Airlie Beach aus
entlang der Whitsunday Islands war super schön! Trotz Regen. Die
leuchtend gelben Regenjacken haben für den optimalen
Segler-Einheitslook gesorgt. Auf einem 39-Gäste-Boot waren wir nur
zu siebt plus Crew und hatten somit jede Menge Platz. Dass darunter
keine Deutschen Touristen waren, zeigte sich als überaus
entspannend. Unsere Mitsegler aus der Schweiz, Belgien und Holland
waren alle sehr nett und die dreiköpfige Seglercrew ließ spüren,
dass Bootfahren für sie auch nach Jahren noch immer das Größte
ist. Kein Wunder auf diesem tollen Schiff! Die „Derwent Hunter“
ist ein altes Segelboot, das nicht nur unglaublich hübsch aussieht,
sondern glücklicherweise auch nicht durch drei Personen zu handhaben
ist. So waren wir Gäste „gezwungen“, mit anzupacken und die
großen, weißen Segel zu hissen und wieder einzuholen. Hau Ruck, das
war ziemlich toll!
Nach einer Runde auf dem Wasser ging es
dann auch rein. Neoprenanzüge angezogen, Schnorchelmasken
ausgesetzte und alle Mann auf's kleine rote Schlauchboot. Am Strand
wurden wir „ausgesetzt“ und konnten von dort aus ins Wasser und
uns an den vielen bunten Fischen und Korallen erfreuen.
Glücklicherweise haben uns die Whitsundays ein ganz besonderes
Geschenk gemacht: Schwimmen und Tauchen mit Wasserschildkröten. Die
Süßen waren ungefähr einen Meter lang, uralt und schwer
beeindruckend. Entspannt ließen sie sich nicht von ihrem
Mittagsschläfchen in den Korallen aufhalten und wir hatten Zeit, sie
uns genau anzusehen und natürlich auch Fotos zu machen.
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| Schildkröte beim Mittagsschlaf |
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| Viele bunte Fischis |
Auf dem Rückweg nach Airlie Beach gab
es dann noch ein leckeres Lunch, Kekse und Kaffee und die Aussicht
auf einen strahlend blauen Ozean, viele Inseln und Delfine, die sich
über die Wellen gefreut haben, die wir mit unserer schönen Derwent
Hunter erzeugt haben.
Und wenn man schon mal in einem so
touristischen Ort wie Airlie Beach auf dem Parkplatz einer
Jugendherberge bleibt, kann man es ja auch genießen, Bars in Fußnähe
zu haben. Der schöne Tag klang also ebenso schön beim Bierchen in
gemütlicher Runde mit unseren Mitseglern aus.
Airlie Beach haben wir am nächsten Tag
allerdings verlassen. Nicht, weil es uns nicht gefallen hat, sondern,
weil es genau wie in Byron Bay nirgends möglich ist, kostenlos zu
parken.
Unsere Weiterfahrt hat uns auch wieder
mit unseren Reisepartnern zusammengebracht und so ging's weiter
Richtung Cairns. Den Ort, den wir vor ein Paar Stunden erreicht
haben. Aber Moment.. Hab ich da nicht etwas ausgelassen? Richtig, dem
Titel nach war da ja noch ein Ereignis. Und zwar gestern.
Nach einer eher nervösen Nacht mit
recht wenig Schlaf ging es früh morgens nach Mission Beach. Als dann
endlich alle notwendigen Formulare ausgefüllt waren, wir uns auf der
Waage versichert haben, nicht zu schwer zu sein (und das trotz
„gesunder“ Camper-Nahrung), hat der Bus uns zu unserem kleinen
Flieger gebracht. Jeder Fallwillige hatte schnell seinen
Profispringer gefunden. Bei Sinno's Worten „Where is my Julie?“
wusste ich, dass es los geht. Ich springe wirklich! Von da an ging
alles ziemlich schnell.. Aber seht selbst:
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| Noch auf festem Boden, aber voller Vorfreude |
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| rein ins kleine Flugzeug |
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| "Oh, das ist ja schön hoch!" Ja, sagt Sinno, das ist jetzt so 1/4 der Höhe |
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| also weiter rauf |
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| und dann wieder runter. 55 Sekunden freier Fall - whuuuuuu |
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| dann gute Laune im Schwebeflug |
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| Landung am Strand. Der blaue Schirm oben am Strand war Nils |
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| darf ich vorstellen: der glücklichste Mensch der Welt |
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| Thanks for bringing me down safely, Sinno! |
Der tapfere Nils, der das Flugzeug
zuerst verlassen hat, ist genauso überwältigt wie ich. Glücklich
und voller Adrenalin haben wir uns am Strand von Mission Beach wieder
getroffen und bekamen das Grinsen noch Stunden später nicht aus dem
Gesicht gewischt.
Und somit befehle ich per Blog-Gruß
JEDEM, der auch nur EINE Sekunde darüber nachgedacht hat, zu
springen! Es ist ein so unbeschreibliches Erlebnis – keine Sekunde
Angst, weil man dazu viel zu beeindruckt ist. Und denkt dran, das
Gute ist: Man braucht keinen Mut, um zu springen. Springen tut der
Mann, an dem du befestigt bist!
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