Freitag, 24. Januar 2014

Schwestern

Welcome to Australia, Leni!
Da kommt jemand vom anderen Ende der Welt in meine neue kleine Welt spaziert und wühlt hier alles neu auf. Es ist großartig und fühlt sich wundervoll an, neben Nils einen weiteren Teil Familie hier im schönen Perth zu haben und alles so wichtig Gewordene zeigen zu können. Lena ist für drei Wochen bei uns eingezogen, wodurch die Zeit einen weiteren Zahn zugelegt hat, was eine absolute Frechheit ist. Wie ist es, wenn man sich nach so vielen Monaten endlich wiedersieht? Also ohne Skype, so völlig unverpixelt und in Echtzeit. Toll! Mit Tränen in den Augen fällt man sich im Flughafen in die Arme – Schwestern endlich wieder vereint! Schnell nach Haus geflitzt, dort noch mit Cupcakes und Cider das Willkommen gefeiert, bevor es ins Bett geht. Da die Familie zu dem Zeitpunkt urlaubstechnisch auf Bali unterwegs war, hatten wir das Haus für uns. Also die alten Kindertage nochmal aufleben lassen und im Hochbett der Jungs schlafen. Ich oben, Leni unten, und dann Quatschen ohne Ende. „Komm, wir schlafen jetzt mal!“ „Ja!.. achso, aber weißt du was?“ ..“Jetzt müssen wir echt mal schlafen!“ „Ja, echt mal!“.. nach mehrmaligem Wiederholen fallen die Augen dann doch müde zu. 

Keine Zeit zu verlieren, also Quatsch machen von Anfang an!
Kleiner Fußmarsch = bisschen schmutzig! Großer Fußmarsch...
Und zu Hause lecker Eis am Stiel selber machen. Yummi

Die erste Woche bestand also aus Entspannen, Ankommen, Pool, Strand, Essen und schonmal die wichtigsten ersten Punkte auf der To-Do-List abklappern. So zum Beispiel ein (für mich weiterer) Besuch in der Gold Class des Kinos. Dieses Mal der Film „American Hustle“. Man muss zuhören und aufpassen, aber es lohnt sich und rein schauspielerisch ist es ein großartiges Ding.
Auch das Essen haben wir mit dem Popo bequem in die Kinositze gedrückt genossen. Genießen, ja, das kann man immernoch ganz ausgezeichnet. Für mich fühlt es sich noch immer so an, für Lena IST es Urlaub, daher steht Genießen auch klar im Vordergrund. Gerade in diesem Moment sitzen wir beispielsweise mit Blick auf die heute sehr ruhige, türkise See im Schatten und genießen den warmen Wind um uns herum, der die 35°C erträglicher macht. Wir hatten zwar weit heißere Tage mittlerweile (hoch bis 45°C), aber so groß sind die Unterschiede ab einer bestimmten Temperatur auch nicht mehr. In diesem Fall also gut, dass Perth sich als drittwindigste Stadt der Welt betiteln darf.
Aber man kommt ja auch nicht ständig nach Australien und daher muss ein bisschen Action auch erlaubt sein. Also – zack – ins Auto und „Down South“ nach Margaret River fahren. Da hat ein niedliches Holzhäuschen auf Hannah, Lena, Nils und mich gewartet. Auf einem Campingplatz mit Blick aufs Meer haben wir es uns mit Selbstgekochtem gutgehen lassen. Der schöne Wochenendtrip sollte seinen Höhepunkt am Samstag erreichen. Bereits aus Perth gebucht, haben wir uns schon tagelang auf die Weintour gefreut. Genau genommen eine Wein-Bier-Sekt-Käse-Schokoladentour mit ausgezeichnetem Mittagsessen und der Möglichkeit, zusammen mit insgesamt 19 lustigen Menschen verschiedener Nationen (Schottland, verschiedenste Ecken Australiens, Kanada, Argentinien und Deutschland) völlig neue Köstlichkeiten zu probieren. Auch weniger Köstliches, wenn ich an die winzigen getrockneten irgendwas-Tomaten denke, die geschmeckt haben wie ausgekotzt (leider im wahrsten aller Sinne des Wortes, daher sei die Gossensprache an dieser Stelle gestattet). Herrlich lecker waren aber Känguru, Krokodil, „Blutlimetten“ (Blood limes), verschiedene Chutneys, Pestos und das (natürlich wabbelige aber dennoch köstliche) getrocknete-Tomaten-Brot. Überraschenderweise waren Lena, ein weiterer Mitfahrer und ich die einzig Mutigen, uns auf ganz neues Eis zu wagen und so teilten wir uns zu dritt die dicke Raupe („Witchetty-Made“ für die, die googlen wollen). „Schleimig, jedoch Vitaminreich“, wie schon Timon im König der Löwen so schön feststellt. Sogar recht lecker, wie wir feststellten. Ohne Witz! Glücklicherweise hatten wir ja schon ein paar Weine probiert, so dass wir mutig genug sein konnten, das schmierige, ungekochte Ding zu essen. Wenigstens tot, dachten wir und mit einem Happs landet der Glibschi in unseren Mündern. Fischig und ausgesprochen Nussig! Der Kopf knusprig, der Rest weich. Nun wisst ihr es ganz genau und mir fallen mindestens vier Leute von euch ein, die sich jetzt schütteln und denken: „BÄÄH!“ Wir sind ja aber nicht hier, um Altbekanntes zu essen, machen, denken oder sehen. Erweitere deinen Horizont und iss ab und zu mal was Ekliges! Es lohnt sich!
Fazit des Ganzen: super Stimmung, super Wein, super Bier, leckere Schoki und auch der Käse war gut. Ein so schönes Wochenende, dass sogar unsere heimatverwurzelte Hannah ein paar „Don't wanna go“-Tränchen lassen musste. Mir graut schon jetzt vor den Bächen, die am Ende meiner australischen Zeit über mein Gesicht strömen. Oh oh..
Ja, nicht nur Leni, auch Hannah folgt dann anfang Februar ins kalte Deutschland und lässt mich für einige Monate hier „allein“ zurück. Absolut nicht allein, das ist mir bewusst, aber ohne euch wird ein großes Stück fehlen, Mädels! Schämt euch! 

Gruppenkuscheln im Meer. Prevelly Beach / Margaret River

Wein im schönen Margaret River

Professionelle Weintester

Und guten Appetit!

Nun haben Lena und ich also noch eine gemeinsame Woche, die mit lauter schönen Aktivitäten vollgestopft wird. Die Familie hat Lena absolut unüberraschenderweise so herzlich aufgenommen wie mich und Nils auch damals. Wir haben eine schöne Zeit zusammen und auch die Kinder sind verliebt. Kein Wunder! Wir spielen viel und Lena kommt mit in den Pool und backt „awesome“ Geburtstagskuchen für Michelle. Gestern haben wir ihren Ehrentag gefeiert, hatten ein leckeres Essen und Lena hatte die Gelegenheit, meine australische Familie ein bisschen kennen zu lernen. Fortgesetzt wird die Party dann kommende Woche.

An dieser Stelle einen Gruß an sämtliche Geburtstagskinder vom gestrigen Tag:

Lieber Detlef, auch hier bekommst du nochmal einen Gruß aus diesem schönen Land. Nächstes Jahr können wir unsere Geburtstage ja mal wieder zusammen feiern. Außerdem freue ich mich auf die Sommerparty, die du angekündigt hast, um alles nachzuholen, was ich jetzt gerade bei euch nicht mitbekomme. Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Zeit und einen schönen Abend, leckeren Kuchen und ein super Essen am Lütjensee.

Liebe Anna, auch dir natürlich alles Gute nochmal auf diesem Wege, wo es jeder mitbekommt, Frau Geburtstags-Geheimhalterin! Deine Nachricht, dass wir uns ein weiteres Jahr nicht sehen sollen, missfällt mir gänzlich, aber ich freue mich darauf, weiterhin deine Emails lesen zu können. You made so many of my days, liebe Brieffreundin! Ich hoffe, auch du hattest einen wundervollen Tag mit lauter Geschenken nach deinem Geschmack!

Dear Michelle, of course I can't miss you in this blog. Happy birthday again! I'm so happy we could celebrate your special day together. It was an awesome day with all of you awesome people. You all gave me a home right from the beginning and I love spending time with you. I hope you had at least as much fun as we had. And thanks so much for making it possible to have such a special time with Lena!

Viele schöne Ereignisse, viele schöne Erlebnisse. Eines davon war letzten Mittwoch geplant. Open Air Kino im Kings Park. Der Kings Park ist groß! Nein, er ist riesig. Das wissen wir jetzt. Zu Fuß von der Bahnstation hochgelaufen sind wir ja schon einige Male und es klappt ausgezeichnet. Dieses Mal mussten wir etwas weiter und hatten uns vorab ausnahmsweise mal nicht ausreichend darüber informiert, wie man hinkommt. Also schnell durchgefragt und uns dann an die Antwort gehalten, immer dem Verlauf der Straße zu folgen. Gut, die junge Dame hatte sowas gesagt wie „Ihr könnt aber nicht laufen, da lauft ihr ewig“, aber wer nicht hören will.. Bei den Auto-verwöhnten Australien kann „ewig“ auch 20 Minuten heißen und daher haben Hannah, Lena und ich nicht weiter darauf gehört und sind mit FlipFlops an den Füßen losgestiefelt. Nach einer Stunde Fußweg (davon circa 30 Minuten steil bergauf) sind wir endlich angekommen. Den schweren Korb mit Sekt und Knabbereien abgestellt und Karten kaufen – so der Plan.. Ausverkauft! Auch nach mehrmaligem Betteln auf charmanteste Weise kein Einknicken der Ticketverkäufer und auch nicht der Einlasserin. Also Picknickdecke im Park außerhalb des Kinobereiches ausgebreitet und stattdessen die Spielkarten ausgepackt („Go Fish“ natürlich, nicht sowas Anspruchsvolles wie Skat). Wir hatten einen großartigen Abend mit viel Spaß. Bestimmt war der Film eh doof..

Aufregend, spannend, entspannend und viel zu schnell ist die Zeit! Mal sehen, was noch kommt. Morgen soll es erstmal zu den Pinnacles gehen, wenn das Wetter mitspielt. (Der war gut!) Diese gelbliche Sandwüste mit Steinen, falls ihr euch nicht erinnert. Neue Fotos werden das Gedächtnis dann ja wieder auffrischen.

Zufall des Tages übrigens: Lena findet vor'm Shopping-Centre Karrinyup eine 10-Eurocent-Münze!

Und nun, kurz vorm immer heiß erwarteten Bloggruß (na, wen wird es diesmal treffen?) noch ein kleines „Statement“ der urlaubenden Schwester.
Wer nun erwartet, eine kritische Stimme zu hören – ich kann ja durchaus auch mal skeptisch sein -, wird gnadenlos enttäuscht. Denn tatsächlich ist Australien vom ersten Augenblick an genau so geil, wie Ju es immer beschreibt.
Ja, die Leute sind echt so nett.
Ja, die Sonne scheint echt immer.
Ja, wir haben echt soviel Spaß.
Ja, die Kinder sind echt ein Knüller.
Allerdings sind die auch echt laut manchmal und streiten über Kinderkram (wen wundert's, muss ja so). Dass Ju das Ganze nicht als Arbeit sieht, spricht absolut für sie. Ich bin manchmal ganz froh, wenn wir die Tür hinter uns zumachen und Wahnsinnssachen erleben, die weit über das Finden von Eurocentmünzen vorm Shoppingcenter hinausgehen ;)
Andererseits bin ich auch so verliebt, dass ich gar nicht weiß, wen ich zuerst in den Koffer packen soll: den schlauen, sensiblen James, der versucht hat, mir japanisches Zählen beizubringen oder den frechen, kleinen Lewis, der mit seiner Schwimmbrille aussieht wie eine kleine grimmige Comicfigur oder doch das Baby Leah, das mit wechselnden aber immer süßen Outfits gerade Laufen lernt und bald nicht mehr Baby genannt werden kann?
Oder (nanu, das waren doch schon drei) vielleicht auch den Hund Max. Wer hätte gedacht, dass mich ein kleiner Wauwau so begeistern kann?
So, Leute, die Zeit rennt, ich werde sie nicht weiter mit Schreiben füllen, denn meine Abreiseuhr tickt...
Genießt die Blogs meiner kleinen Schwester, ich bezeuge feierlich: Sie sind nicht ein Stück übertrieben, really! Mal gucken, ob ich meinen Flug nicht doch aus Versehen verpasse - „accidentally“ sozusagen, so wie Lewis manchmal seltsame Dinge ganz „accidentally“ passieren (uups, wie kam bloß die Schere in meine Hand?)...
Jetzt muss ich aber echt mal aufhören. Ja, echt mal.

Aber wisst ihr was? Der Blog-Gruß fehlt immer noch und das geht ja so nicht. Also aufgepasst. Eine dicke Umarmung „trifft“ heute mit viel Schwung unsere lieben Tanten und Onkel. Mit geballter Schwesternpower schicken wir einen sonnigen Gruß in die ganze Familie und hoffen, es geht euch allen gut. So gut wie uns? Nun, das dürfte schwer werden, aber halb so gut wäre ja mindestens wünschenswert. Wir denken an euch! Genießt den Schnee!



Sonntag, 5. Januar 2014

Kling Glöckchen und Happy New Year!

Da ist ja wieder einiges passiert, wovon es sich zu berichten lohnt. Es ist wohl kein großes Geheimnis, dass ich ein absoluter Weihnachtsfreund bin. Jahr für Jahr erfreue ich mich an jedem einzelnen Türchen meines Adventskalenders, an den fröhlichen Klängen von Rolf Zuckowskis Weihnachtsliedern, bei denen nahezu jedes Wort sitzt, an Leckereien zum Adventstee, an der Gemütlichkeit vor dem Kamin der Eltern, an der dicken Jacke mit fünf weiteren Schichten drunter, an Weihnachtsmärkten mit Glühwein und dicken Socken und am allermeisten am Fest selbst. Zusammen im kleinen Kreis der Familie an Heilig Abend herrliche Dinge essen, zusammensitzen und glücklich darüber sein, einander zu haben. Geschenke auspacken und sich freuen, wenn die Beschenkten Freude an dem haben, was man sich – wahrscheinlich wieder knapp vor dem 24. - überlegt hat. Das alles ist Weihnachten und das meiste davon fiel dieses Jahr aus. Nicht unerwartet muss ich zugeben.
Rolf hat Hannah und mich ja bereits in der Adventszeit auf dem Rückflug von Lombok unterhalten. Im Flugzeug mit der Aussicht auf die Mittdreißiger auf dem Thermometer ist es allerdings schon ziemlich komisch, Lieder wie „Es schneit“ oder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ zu hören. („Schneewittchen Weißröckchen“, nicht wahr, Freya?) Der Nikolaus lässt sich hier Down Under ja sowieso nicht blicken und auch Kerzen zündet keiner an. Nur Mückenkerzen – zum Glück! Fiese Viecher! Also nicht die Kerzen.. Na, ihr wisst schon..

Auch an Heilig Abend ist hier nichts heilig. Christmas Day, worauf hier jedes Kind ungeduldig wartet, ist der Morgen des 25. Dezember und somit hatten wir Deutschen am 24. nach dem normalen Arbeitsalltag noch Zeit für uns. Die haben wir dazu genutzt, ein paar kalte Bier und Cider einzupacken und zum Strand zu fahren. Ja ja.. ist nicht erlaubt, am Strand Alkohol zu trinken, das ist uns bewusst, aber wer hätte uns dabei schon erwischen sollen, waren doch außer uns nur zwei weitere Personen am Strand und die – so munkelt man – hatten auch Bier dabei. Hans, Freya, Nils und ich haben also den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und kleine Geschenke ausgetauscht. (Danke, Hannaah!!!) Auch zuhause war soweit alles erledigt und es gab nichts, was unseren gemütlichen Abend hätte stören können. Nichts mehr zu tun und genug Zeit, um auszuruhen für den weihnachtlichen Trubeltag morgen. Nicht mehr zu tun.. sollte man meinen.. doch es kam etwas anders.. Dank Max!

Hans und Jules an Heilig Abend - Prost, Sonnenschein!

(w)armer Weihnachtsmann

Schneemannspaß am Strand


Der kleine Freund mit Seegrashaar und ich
Michelle schrieb mir eine SMS, die ich kurz vor Abfahrt nach Hause gesehen habe. Hund Max hat den Korb in meinem Zimmer entdeckt, in dem ich alle Geschenke für die Gastfamilie aufbewahrt hatte. Zehn durchsichtige Tütchen voll mit selbstgebackenen Leckereien (Vanillekipferl, Florentiner, Zimtsterne und Schokopralinen). Gut zugeschnürt und mit einem Holzspieß versehen, auf dem ein TimTam (australischer Lieblingskeks) steckte. TimTam jeweils verziert mit Zuckerschrift, die den Namen des Beschenkten zeigt. Und nun gab es eben nur noch die Tüten. Glücklicherweise mit Inhalt, da ja gut verschnürt! Max, der blöde Köter, hat ernsthaft neun ganze TimTams gefuttert und gerade die schöne Schrift vom Zehnten gelutscht, als Michelle ihn erwischt hat. Nichts mehr zu tun also.. zurück zuhause ging es dann also ans Beschriften der neuen Kekse, die wir schnell noch auf dem Rückweg an der Tankstelle gekauft hatten. Auf diese Weise hatte Max mir nicht nur eine Beschäftigung für die nächste Stunde beschert, sondern auch eine nette Geschichte, die am Christmas Day die Familie erfreut hat. Max hatte im Übrigen noch zwei Tage darauf einen ziemlichen Zuckerschock und ist durch die Gegend gehüpft wie ein Flummi. Keine Spur von den zwölf Jahren, die der Kleine schon auf dem Buckel hat. Es geht ihm aber gut – soweit man das sagen kann. Einen kleinen Knacks hat er immer..

Nach der Keksmalerei ging es dann an den Computer und auf diesem Wege ab ins Wohnzimmer meiner Eltern, wo diese und meine lieben Schwestern schon gewartet und mir an diesem Abend meine ersten Heimwehtränchen entlockt haben. Hat sich aber schnell gelegt, wir wollten den gemeinsamen Abend ja genießen! Haben wir dann auch. Bis der Kuchenhunger in Deutschland zu groß wurde und auch die Müdigkeit in Australien langsam Überhand nahm. Gute Nacht, Heiliger Abend!
Christmas Day! Die Kinder waren natürlich ins aller Frühe auf, um zu sehen, was Santa ihnen unter den Baum gelegt hat. Und es war? Viel!! So bedeckte das Weihnachtspapier kurze Zeit darauf den gesamten Boden des Kaminzimmers. Gegen acht kamen dann auch schon Oma Jill und Opa John zum Weihnachtsfrühstück mit Joghurt und frischem Obst. Dazu gab es tolle frische Säfte und leckeren Kaffee. Man wusste ja, was noch alles an Essen auf einen zukommen würde. Und das bei den Temperaturen. Knapp über 30°C und keine Wolke in Sicht. Aber noch mehr Geschenke. (Auch für's Aupair. Thank you so much, Jill and John, for the lovely voucher. We will have a nice time at Yelo!! And a big thank you to Michelle, Aaron and the kids for a beautiful and huuuuge beach towel on which I will enjoy many lovely beach days. With pretty toe nails of course!! Thank you!) Anschließend dann zu Tante Jasmin und Onkel Ashley, um dort mit all den anderen Truthahn zu essen und mit noch mehr Geschenken (Thanks, Auntie Jodi, for the Magic against my mozzies and the lovely soap! And thanks, Julia, for the funny cup that makes every coffee naughty..ehm..nice!) Weihnachten zu zelebrieren. Auf australisch. Also mit Wasserrutsche auf dem Gras für die Jungs und kaltem Sekt und Ginger Bier für die Großen. Leider ohne Cousin Sebastian, der sich krank im Nebenzimmer quälte und noch in der selben Nacht Tschüß zu seinem Blinddarm sagen musste. Frohe Weihnachten.. Armer Junge!

Weihnachtsengel Leah

Unsere Party-Location. Terrassenküche bei Jasmin und Ashley

Für Abkühlung sorgt der Sprenkler, der einen mit winzigsten Tropfen berieselt - herrlich!

Buster bleibt einfach gleich im Schatten

Und siehe da! Schnee!! Thanks to Auntie Donna and Auntie Jodi for white christmas!

Lewis, der professionelle Schneestreuer

Nils und seine Leah erkunden im Partnerlook die Geschenke


Nach all dem Weihnachtstrubel ging es für die Familie noch weiter zu Freunden. Nils und ich haben uns dafür entschieden, die Ruhe im Haus zu genießen und den Tag mit einer Runde Planschen im kühlen Pool ausklingen zu lassen.

Der zweite Weihnachtstag wurde wieder ganz traditionell bei meinem Papa verbracht. Dieses Jahr natürlich nur über die Liveschalte Skype, aber absolut besser als nichts. Das war ein sehr schönes Weihnachten dieses Jahr. Jeder hier hat alles gegeben, dass es uns gut geht. Wir haben es sehr genossen, aber dennoch lässt sich sagen: An Weihnachten gehöre ich einfach nach Hause! Ihr fehlt mir!

Einen Tag noch gearbeitet und dann sollte es erstmal ruhiger werden. Sehr ruhig sogar, sind Michelle und Aaron mit allen Kindern im Gepäck nach Nanutarra zum Roadhouse geflogen. Am zweiten Januar sollten sie wiederkommen und so lagen einige Tage Sturmfrei vor uns. Bereits zwei Tage später kamen Michelle und die Kinder jedoch schon wieder zurück, da Nanutarra von einem starken tornadoartigen Sturm bedroht war. (Bisher ist alles soweit gutgegangen.) Na, dann eben doch arbeiten. Da aber gerade Sommerferien sind, haben die Jungs sehr lange (zwei Monate lang) keine Schule und jeder Tag verläuft anders. Das lockert natürlich alles noch mehr auf als es ohnehin schon ist und wir haben ziemlich viel Spaß.

Besonders viel Spaß hatten die Jungs, als sie erfahren haben, dass sie am Silvesterabend so lange aufbleiben können wie sie wollen. AWESOOOOME!!!! Bis zehn durchgehalten.. gute Nacht! Irgendwoher kenn' ich das doch noch?!..

Bei Nils, Steve, Freya, Valerie (aus Wentorf!! Wie witzig!!) und mir war das etwas anders. Leider musste Nils zwar an Neujahr um acht schon arbeiten, aber wir kennen ihn ja und wissen, dass das seiner Stimmung am Vorabend deswegen keinen Abbruch tut. Und so hatten wir zu fünft (Hannah, wir haben dich vermisst! Genieße Sydney weiterhin!) einen unglaublich schönen Abend mit gegrillten Rippchen (meine erste hausgemachte Marinade kann sich sehen..äh..schmecken lassen!), selbstgemachten Kartoffelchips, Würstchen, Ofengemüse und vielen Getränken. Es wurde getanzt, gegessen, gelacht und im Whirlpool entspannt. Thank you so much, guys, for making my Australian New Year's Eve to one of the best partys I ever had!






Happy New Year!!


Nachdem sich alle von der schönen Party erholt haben, führte es Nils, Steve und mich dann in ein ganz besonderes Abendprogramm. Zuerst ließen wir es uns so richtig gut schmecken. Waren die Bäuche erstmal prall mit bestem indischem Essen gefüllt, erwartete uns ein Kinoprogramm der ganz exquisiten Art: zu Besuch in der „Gold Class“. Für schlappe 46 Dollar pro Karte erlebt man hier Kino mal anders. Beinfreiheit (gut, für mich nicht so wirklich was Besonderes, die Jungs hatten aber ihre Freude), eigene riesige Sessel mit verstellbarer Rückenlehne und Fußstütze. Hat man erstmal bequem Platz genommen, kommt auch schon der nette Barmann, um Popcorn, Cola und Bier (kaltgestellt in einem mit Eis gefüllten Eimer) zu servieren. Da die Klimaanlage für meinen Geschmack bzw. für mein Sommerkleid etwas zu stark war, habe ich – was für ein Service – gleich noch eine schicke Wolldecke bekommen. 3-D-Brillen aufgesetzt und den zweiten Teil des Hobbit genossen. SO geht Kino!

Mittlerweile ist das neue Jahr schon fünf Tage alt. Niemand sagt mehr „Happy New Year“ und auch der schlimmste Kater dürfte mittlerweile überstanden sein. Was dieser Tag aber vor allem für mich bedeutet ist SECHS! Es sind von heute an noch genau sechs Tage bis meine liebe Schwester Leni hier endlich ankommt. Kann es kaum erwarten, dir hier alles zu zeigen! Eine knappe poplige Woche, die wir noch warten müssen, bis wir uns endlich wiedersehen! So aufregend!!

Aber ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist ein anderes Ereignis des heutigen Tages! Meine liebste Maren! Ich wünsche dir soo von Herzen alles Gute zu deinem Festtag und dass du all deine Lieben um dich herum hast. Ganz viel und fest denke ich an dich und freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen in diesem Jahr! Auch so aufregend!! Happy happy birthday, Love!

Weniger aufregend, aber wie gewohnt von Herzen folgt noch mein Blog-Gruß! Dieser geht heute an Christina und Erwin aus Friedland. Ich hoffe, dass euch der Gruß genauso überrascht wie euer schönes Geschenk mich überrascht hat. Vielen Dank für die leckeren Pralinen – ein Stückchen Heimat, das ich mir bereits habe schmecken lassen. Es freut mich zu hören, dass ihr zu den besonders treuen Blog-Lesern gehört. Ich finde es sehr schön, dass ich euch auf diese Weise ein wenig von Perth und „unserer gemeinsamen australischen Familie“ nach Deutschland schicken kann. Also auf diesem Wege fröhliche Weihnachten nachträglich und ein frohes Jahr 2014!!