Nachdem das Einleben ja so
ausgesprochen schnell und reibungslos funktioniert hat, zeigt sich
nun nach und nach der australische Alltag. Auch dieser präsentiert
sich nahezu makellos und von seiner besten Seite. Jedenfalls gehe ich
davon aus, dass es seine beste Seite ist, da es keine großartige
Steigerung zu geben scheint. Ich bin vermutlich noch nie in meinem
Leben so entspannt gewesen und damit ist kein faules Rumpennern oder
Schlafen gemeint. Der Kopf ist auch nicht gänzlich leer, wird er
doch täglich mit neuen englischen Vokabeln gefüllt. Entspannt bin
ich dennoch! Die Regelmäßigkeit in meinem „Arbeitsplan“ (siehe
da, ich kann es immernoch nicht Arbeit nennen..) ermöglicht mir,
sowohl spontanen als auch geplanten Aktivitäten nachzugehen und so
gab es neben dem angedacht allwöchentlichen DVD-Abend mit Au
Pair-Cousinchen Hannah die Option, wieder neue Au Pairs kennen zu
lernen. Gute Entscheidung, die knapp 30 Minuten mit Schroddi-Schröder
in Kauf zu nehmen, um nach Cottesloe Beach zu düsen. Und wieder nur
den West Coast Drive entlang – dieses Mal aber südwärts!
Herrlichstes Wetter und vier nette neue Bekanntschaften – dieses
Mal befand sich sogar ein älteres Eisen von 24 Jahren unter den
Kolleginnen und so hat Au Pair-Oma Juju auch mal beinahe
Gleichaltrige um sich herum genießen können. Nach den gemeinsamen
knappen drei Stunden, die Schröder kostenfrei auf dem Parkplatz
direkt neben dem Strand auf mich warten durfte, wurde dann wieder die
Spontaneität ausgepackt und so ging es – zick zack – auf dem Weg
nach Haus nochmal schnell allein zum nächsten Strand. Scarborough
Beach prahlt mit schönen, hohen Wellen, heißem, weichen Sand und
heißen, vermutlich weniger weichen Surfern. Definitiv der bisher
bestechendste aller Strände hier! Sobald in den nächsten
Wintertagen die 25°C-Marke geknackt ist, wird da mal das Ozeanwasser
auf Badebarkeit überprüft.
Bevor ich darüber berichten kann,
müssen für heute optische Eindrücke von der türkisen Schönheit
reichen..
| Scarborough Beach |
| Yummy! |
| Weniger yummy! (und nicht mehr Scarborough, sondern Hillarys) |
Nun hängt man aber ja nicht den lieben
langen Tag nur am Strand rum. Der australische Alltag hat mehr zu
bieten und so geht es – ebenso zick zack – mit Hannah in eines
der unzähligen Shoppingcenter, um dort sämtliche Läden von ihren
Angeboten zu befreien. Shoppen gehört hier offensichtlich zu den
Aktivitäten, denen man bei durchaus jedem Wetter und zu jeder Zeit
(auch sonntags) nachgehen kann. Aber irgendwo muss das „hart
Verdiente“ ja auch hin.
Der Alltag besteht also aus Strand,
DVDs und Shopping.. Seriously? Öhm, ja, ich denke schon! Ok,
manchmal geht man auch simpel in den Supermarkt (ups, das ist auch
Shopping..) oder man besucht einen der nahegelegenen Parks (fast
schon wieder Strand, ups).
Und spätestens jetzt wundert sich
niemand mehr über die oben erwähnte Entspanntheit!
Die letzten Zweifler fokussieren sich
jetzt auf die Zeit zwischen der vielen Freizeit. (Es ist schön von
Freizeit zu Freizeit zu leben und nicht wie in meinem Leben vor
Australien von Job zu Job.) Leider muss ich auch dieses Argument
gnadenlos zerschlagen. Die Zeit mit den Kindern, die natürlich
genauso alltäglich ist wie die Pausen, die gemeinsamen Essen und
Unternehmungen, ist schlicht gesagt einfach absolut un-alltäglich!
Just in diesem Moment prüfen die Jungs ihre arme Mama wieder auf
Grenzen der Geduld. Schlafenszeit eben.. Kein Kind will schlafen,
wenn der Tag schön war. Und doch ist klar, wer in diesem
alltäglichen Spiel das letzte Wort hat
Doch neben diesem, nennen wir es mal
wertfrei „Ritual“ der Jungs, ist jeder Tag eine neue
Überraschung, ein neues Abenteuer! Mal sehen, was der morgige Tag so
bringt..
Der Heutige bringt noch einen
Blog-Gruß! Dieser geht dieses Mal an meine liebe Ziegi! Warum? Weil
ich an Abenden mit dir auch immer nicht schlafen gehen will! Zum
Glück bin ich „schon groß“ (Widersprüche werden an dieser Stelle NICHT
akzeptiert) und darf selbst entscheiden, wann Schlafenszeit ist.
Freue mich auf noch viele feuchtfröhliche Abende mit dir, meine
Liebe!
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