Sonntag, 5. Januar 2014

Kling Glöckchen und Happy New Year!

Da ist ja wieder einiges passiert, wovon es sich zu berichten lohnt. Es ist wohl kein großes Geheimnis, dass ich ein absoluter Weihnachtsfreund bin. Jahr für Jahr erfreue ich mich an jedem einzelnen Türchen meines Adventskalenders, an den fröhlichen Klängen von Rolf Zuckowskis Weihnachtsliedern, bei denen nahezu jedes Wort sitzt, an Leckereien zum Adventstee, an der Gemütlichkeit vor dem Kamin der Eltern, an der dicken Jacke mit fünf weiteren Schichten drunter, an Weihnachtsmärkten mit Glühwein und dicken Socken und am allermeisten am Fest selbst. Zusammen im kleinen Kreis der Familie an Heilig Abend herrliche Dinge essen, zusammensitzen und glücklich darüber sein, einander zu haben. Geschenke auspacken und sich freuen, wenn die Beschenkten Freude an dem haben, was man sich – wahrscheinlich wieder knapp vor dem 24. - überlegt hat. Das alles ist Weihnachten und das meiste davon fiel dieses Jahr aus. Nicht unerwartet muss ich zugeben.
Rolf hat Hannah und mich ja bereits in der Adventszeit auf dem Rückflug von Lombok unterhalten. Im Flugzeug mit der Aussicht auf die Mittdreißiger auf dem Thermometer ist es allerdings schon ziemlich komisch, Lieder wie „Es schneit“ oder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ zu hören. („Schneewittchen Weißröckchen“, nicht wahr, Freya?) Der Nikolaus lässt sich hier Down Under ja sowieso nicht blicken und auch Kerzen zündet keiner an. Nur Mückenkerzen – zum Glück! Fiese Viecher! Also nicht die Kerzen.. Na, ihr wisst schon..

Auch an Heilig Abend ist hier nichts heilig. Christmas Day, worauf hier jedes Kind ungeduldig wartet, ist der Morgen des 25. Dezember und somit hatten wir Deutschen am 24. nach dem normalen Arbeitsalltag noch Zeit für uns. Die haben wir dazu genutzt, ein paar kalte Bier und Cider einzupacken und zum Strand zu fahren. Ja ja.. ist nicht erlaubt, am Strand Alkohol zu trinken, das ist uns bewusst, aber wer hätte uns dabei schon erwischen sollen, waren doch außer uns nur zwei weitere Personen am Strand und die – so munkelt man – hatten auch Bier dabei. Hans, Freya, Nils und ich haben also den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und kleine Geschenke ausgetauscht. (Danke, Hannaah!!!) Auch zuhause war soweit alles erledigt und es gab nichts, was unseren gemütlichen Abend hätte stören können. Nichts mehr zu tun und genug Zeit, um auszuruhen für den weihnachtlichen Trubeltag morgen. Nicht mehr zu tun.. sollte man meinen.. doch es kam etwas anders.. Dank Max!

Hans und Jules an Heilig Abend - Prost, Sonnenschein!

(w)armer Weihnachtsmann

Schneemannspaß am Strand


Der kleine Freund mit Seegrashaar und ich
Michelle schrieb mir eine SMS, die ich kurz vor Abfahrt nach Hause gesehen habe. Hund Max hat den Korb in meinem Zimmer entdeckt, in dem ich alle Geschenke für die Gastfamilie aufbewahrt hatte. Zehn durchsichtige Tütchen voll mit selbstgebackenen Leckereien (Vanillekipferl, Florentiner, Zimtsterne und Schokopralinen). Gut zugeschnürt und mit einem Holzspieß versehen, auf dem ein TimTam (australischer Lieblingskeks) steckte. TimTam jeweils verziert mit Zuckerschrift, die den Namen des Beschenkten zeigt. Und nun gab es eben nur noch die Tüten. Glücklicherweise mit Inhalt, da ja gut verschnürt! Max, der blöde Köter, hat ernsthaft neun ganze TimTams gefuttert und gerade die schöne Schrift vom Zehnten gelutscht, als Michelle ihn erwischt hat. Nichts mehr zu tun also.. zurück zuhause ging es dann also ans Beschriften der neuen Kekse, die wir schnell noch auf dem Rückweg an der Tankstelle gekauft hatten. Auf diese Weise hatte Max mir nicht nur eine Beschäftigung für die nächste Stunde beschert, sondern auch eine nette Geschichte, die am Christmas Day die Familie erfreut hat. Max hatte im Übrigen noch zwei Tage darauf einen ziemlichen Zuckerschock und ist durch die Gegend gehüpft wie ein Flummi. Keine Spur von den zwölf Jahren, die der Kleine schon auf dem Buckel hat. Es geht ihm aber gut – soweit man das sagen kann. Einen kleinen Knacks hat er immer..

Nach der Keksmalerei ging es dann an den Computer und auf diesem Wege ab ins Wohnzimmer meiner Eltern, wo diese und meine lieben Schwestern schon gewartet und mir an diesem Abend meine ersten Heimwehtränchen entlockt haben. Hat sich aber schnell gelegt, wir wollten den gemeinsamen Abend ja genießen! Haben wir dann auch. Bis der Kuchenhunger in Deutschland zu groß wurde und auch die Müdigkeit in Australien langsam Überhand nahm. Gute Nacht, Heiliger Abend!
Christmas Day! Die Kinder waren natürlich ins aller Frühe auf, um zu sehen, was Santa ihnen unter den Baum gelegt hat. Und es war? Viel!! So bedeckte das Weihnachtspapier kurze Zeit darauf den gesamten Boden des Kaminzimmers. Gegen acht kamen dann auch schon Oma Jill und Opa John zum Weihnachtsfrühstück mit Joghurt und frischem Obst. Dazu gab es tolle frische Säfte und leckeren Kaffee. Man wusste ja, was noch alles an Essen auf einen zukommen würde. Und das bei den Temperaturen. Knapp über 30°C und keine Wolke in Sicht. Aber noch mehr Geschenke. (Auch für's Aupair. Thank you so much, Jill and John, for the lovely voucher. We will have a nice time at Yelo!! And a big thank you to Michelle, Aaron and the kids for a beautiful and huuuuge beach towel on which I will enjoy many lovely beach days. With pretty toe nails of course!! Thank you!) Anschließend dann zu Tante Jasmin und Onkel Ashley, um dort mit all den anderen Truthahn zu essen und mit noch mehr Geschenken (Thanks, Auntie Jodi, for the Magic against my mozzies and the lovely soap! And thanks, Julia, for the funny cup that makes every coffee naughty..ehm..nice!) Weihnachten zu zelebrieren. Auf australisch. Also mit Wasserrutsche auf dem Gras für die Jungs und kaltem Sekt und Ginger Bier für die Großen. Leider ohne Cousin Sebastian, der sich krank im Nebenzimmer quälte und noch in der selben Nacht Tschüß zu seinem Blinddarm sagen musste. Frohe Weihnachten.. Armer Junge!

Weihnachtsengel Leah

Unsere Party-Location. Terrassenküche bei Jasmin und Ashley

Für Abkühlung sorgt der Sprenkler, der einen mit winzigsten Tropfen berieselt - herrlich!

Buster bleibt einfach gleich im Schatten

Und siehe da! Schnee!! Thanks to Auntie Donna and Auntie Jodi for white christmas!

Lewis, der professionelle Schneestreuer

Nils und seine Leah erkunden im Partnerlook die Geschenke


Nach all dem Weihnachtstrubel ging es für die Familie noch weiter zu Freunden. Nils und ich haben uns dafür entschieden, die Ruhe im Haus zu genießen und den Tag mit einer Runde Planschen im kühlen Pool ausklingen zu lassen.

Der zweite Weihnachtstag wurde wieder ganz traditionell bei meinem Papa verbracht. Dieses Jahr natürlich nur über die Liveschalte Skype, aber absolut besser als nichts. Das war ein sehr schönes Weihnachten dieses Jahr. Jeder hier hat alles gegeben, dass es uns gut geht. Wir haben es sehr genossen, aber dennoch lässt sich sagen: An Weihnachten gehöre ich einfach nach Hause! Ihr fehlt mir!

Einen Tag noch gearbeitet und dann sollte es erstmal ruhiger werden. Sehr ruhig sogar, sind Michelle und Aaron mit allen Kindern im Gepäck nach Nanutarra zum Roadhouse geflogen. Am zweiten Januar sollten sie wiederkommen und so lagen einige Tage Sturmfrei vor uns. Bereits zwei Tage später kamen Michelle und die Kinder jedoch schon wieder zurück, da Nanutarra von einem starken tornadoartigen Sturm bedroht war. (Bisher ist alles soweit gutgegangen.) Na, dann eben doch arbeiten. Da aber gerade Sommerferien sind, haben die Jungs sehr lange (zwei Monate lang) keine Schule und jeder Tag verläuft anders. Das lockert natürlich alles noch mehr auf als es ohnehin schon ist und wir haben ziemlich viel Spaß.

Besonders viel Spaß hatten die Jungs, als sie erfahren haben, dass sie am Silvesterabend so lange aufbleiben können wie sie wollen. AWESOOOOME!!!! Bis zehn durchgehalten.. gute Nacht! Irgendwoher kenn' ich das doch noch?!..

Bei Nils, Steve, Freya, Valerie (aus Wentorf!! Wie witzig!!) und mir war das etwas anders. Leider musste Nils zwar an Neujahr um acht schon arbeiten, aber wir kennen ihn ja und wissen, dass das seiner Stimmung am Vorabend deswegen keinen Abbruch tut. Und so hatten wir zu fünft (Hannah, wir haben dich vermisst! Genieße Sydney weiterhin!) einen unglaublich schönen Abend mit gegrillten Rippchen (meine erste hausgemachte Marinade kann sich sehen..äh..schmecken lassen!), selbstgemachten Kartoffelchips, Würstchen, Ofengemüse und vielen Getränken. Es wurde getanzt, gegessen, gelacht und im Whirlpool entspannt. Thank you so much, guys, for making my Australian New Year's Eve to one of the best partys I ever had!






Happy New Year!!


Nachdem sich alle von der schönen Party erholt haben, führte es Nils, Steve und mich dann in ein ganz besonderes Abendprogramm. Zuerst ließen wir es uns so richtig gut schmecken. Waren die Bäuche erstmal prall mit bestem indischem Essen gefüllt, erwartete uns ein Kinoprogramm der ganz exquisiten Art: zu Besuch in der „Gold Class“. Für schlappe 46 Dollar pro Karte erlebt man hier Kino mal anders. Beinfreiheit (gut, für mich nicht so wirklich was Besonderes, die Jungs hatten aber ihre Freude), eigene riesige Sessel mit verstellbarer Rückenlehne und Fußstütze. Hat man erstmal bequem Platz genommen, kommt auch schon der nette Barmann, um Popcorn, Cola und Bier (kaltgestellt in einem mit Eis gefüllten Eimer) zu servieren. Da die Klimaanlage für meinen Geschmack bzw. für mein Sommerkleid etwas zu stark war, habe ich – was für ein Service – gleich noch eine schicke Wolldecke bekommen. 3-D-Brillen aufgesetzt und den zweiten Teil des Hobbit genossen. SO geht Kino!

Mittlerweile ist das neue Jahr schon fünf Tage alt. Niemand sagt mehr „Happy New Year“ und auch der schlimmste Kater dürfte mittlerweile überstanden sein. Was dieser Tag aber vor allem für mich bedeutet ist SECHS! Es sind von heute an noch genau sechs Tage bis meine liebe Schwester Leni hier endlich ankommt. Kann es kaum erwarten, dir hier alles zu zeigen! Eine knappe poplige Woche, die wir noch warten müssen, bis wir uns endlich wiedersehen! So aufregend!!

Aber ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist ein anderes Ereignis des heutigen Tages! Meine liebste Maren! Ich wünsche dir soo von Herzen alles Gute zu deinem Festtag und dass du all deine Lieben um dich herum hast. Ganz viel und fest denke ich an dich und freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen in diesem Jahr! Auch so aufregend!! Happy happy birthday, Love!

Weniger aufregend, aber wie gewohnt von Herzen folgt noch mein Blog-Gruß! Dieser geht heute an Christina und Erwin aus Friedland. Ich hoffe, dass euch der Gruß genauso überrascht wie euer schönes Geschenk mich überrascht hat. Vielen Dank für die leckeren Pralinen – ein Stückchen Heimat, das ich mir bereits habe schmecken lassen. Es freut mich zu hören, dass ihr zu den besonders treuen Blog-Lesern gehört. Ich finde es sehr schön, dass ich euch auf diese Weise ein wenig von Perth und „unserer gemeinsamen australischen Familie“ nach Deutschland schicken kann. Also auf diesem Wege fröhliche Weihnachten nachträglich und ein frohes Jahr 2014!!

1 Kommentar:

  1. Für Dich auch ein traumhaftes Jahr 2014, in dem Du sicherlich noch viel erleben wirst ;-) Die Fortsetzung folgt dann in Hamburg.
    Fühle Dich riesig umarmt von den Oldies aus der G 97

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