Da ist ja wieder einiges passiert,
wovon es sich zu berichten lohnt. Es ist wohl kein großes Geheimnis,
dass ich ein absoluter Weihnachtsfreund bin. Jahr für Jahr erfreue
ich mich an jedem einzelnen Türchen meines Adventskalenders, an den
fröhlichen Klängen von Rolf Zuckowskis Weihnachtsliedern, bei denen
nahezu jedes Wort sitzt, an Leckereien zum Adventstee, an der
Gemütlichkeit vor dem Kamin der Eltern, an der dicken Jacke mit fünf
weiteren Schichten drunter, an Weihnachtsmärkten mit Glühwein und
dicken Socken und am allermeisten am Fest selbst. Zusammen im kleinen
Kreis der Familie an Heilig Abend herrliche Dinge essen,
zusammensitzen und glücklich darüber sein, einander zu haben.
Geschenke auspacken und sich freuen, wenn die Beschenkten Freude an
dem haben, was man sich – wahrscheinlich wieder knapp vor dem 24. -
überlegt hat. Das alles ist Weihnachten und das meiste davon fiel
dieses Jahr aus. Nicht unerwartet muss ich zugeben.
Rolf hat Hannah und mich ja bereits in
der Adventszeit auf dem Rückflug von Lombok unterhalten. Im Flugzeug
mit der Aussicht auf die Mittdreißiger auf dem Thermometer ist es
allerdings schon ziemlich komisch, Lieder wie „Es schneit“ oder
„Schneeflöckchen Weißröckchen“ zu hören. („Schneewittchen
Weißröckchen“, nicht wahr, Freya?) Der Nikolaus lässt sich hier
Down Under ja sowieso nicht blicken und auch Kerzen zündet keiner
an. Nur Mückenkerzen – zum Glück! Fiese Viecher! Also nicht die
Kerzen.. Na, ihr wisst schon..
Auch an Heilig Abend ist hier nichts
heilig. Christmas Day, worauf hier jedes Kind ungeduldig wartet, ist
der Morgen des 25. Dezember und somit hatten wir Deutschen am 24.
nach dem normalen Arbeitsalltag noch Zeit für uns. Die haben wir
dazu genutzt, ein paar kalte Bier und Cider einzupacken und zum
Strand zu fahren. Ja ja.. ist nicht erlaubt, am Strand Alkohol zu
trinken, das ist uns bewusst, aber wer hätte uns dabei schon
erwischen sollen, waren doch außer uns nur zwei weitere Personen am
Strand und die – so munkelt man – hatten auch Bier dabei. Hans,
Freya, Nils und ich haben also den wunderschönen Sonnenuntergang
genossen und kleine Geschenke ausgetauscht. (Danke, Hannaah!!!) Auch
zuhause war soweit alles erledigt und es gab nichts, was unseren
gemütlichen Abend hätte stören können. Nichts mehr zu tun und
genug Zeit, um auszuruhen für den weihnachtlichen Trubeltag morgen.
Nicht mehr zu tun.. sollte man meinen.. doch es kam etwas anders..
Dank Max!
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| Hans und Jules an Heilig Abend - Prost, Sonnenschein! |
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| (w)armer Weihnachtsmann |
| Schneemannspaß am Strand |
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| Der kleine Freund mit Seegrashaar und ich |
Michelle schrieb mir eine SMS, die ich
kurz vor Abfahrt nach Hause gesehen habe. Hund Max hat den Korb in
meinem Zimmer entdeckt, in dem ich alle Geschenke für die
Gastfamilie aufbewahrt hatte. Zehn durchsichtige Tütchen voll mit
selbstgebackenen Leckereien (Vanillekipferl, Florentiner, Zimtsterne
und Schokopralinen). Gut zugeschnürt und mit einem Holzspieß
versehen, auf dem ein TimTam (australischer Lieblingskeks) steckte.
TimTam jeweils verziert mit Zuckerschrift, die den Namen des
Beschenkten zeigt. Und nun gab es eben nur noch die Tüten.
Glücklicherweise mit Inhalt, da ja gut verschnürt! Max, der blöde
Köter, hat ernsthaft neun ganze TimTams gefuttert und gerade die
schöne Schrift vom Zehnten gelutscht, als Michelle ihn erwischt hat.
Nichts mehr zu tun also.. zurück zuhause ging es dann also ans
Beschriften der neuen Kekse, die wir schnell noch auf dem Rückweg an
der Tankstelle gekauft hatten. Auf diese Weise hatte Max mir nicht
nur eine Beschäftigung für die nächste Stunde beschert, sondern
auch eine nette Geschichte, die am Christmas Day die Familie erfreut
hat. Max hatte im Übrigen noch zwei Tage darauf einen ziemlichen
Zuckerschock und ist durch die Gegend gehüpft wie ein Flummi. Keine
Spur von den zwölf Jahren, die der Kleine schon auf dem Buckel hat.
Es geht ihm aber gut – soweit man das sagen kann. Einen kleinen
Knacks hat er immer..
Nach der Keksmalerei ging es dann an
den Computer und auf diesem Wege ab ins Wohnzimmer meiner Eltern, wo
diese und meine lieben Schwestern schon gewartet und mir an diesem
Abend meine ersten Heimwehtränchen entlockt haben. Hat sich aber
schnell gelegt, wir wollten den gemeinsamen Abend ja genießen! Haben
wir dann auch. Bis der Kuchenhunger in Deutschland zu groß wurde und
auch die Müdigkeit in Australien langsam Überhand nahm. Gute Nacht,
Heiliger Abend!
Christmas Day! Die Kinder waren
natürlich ins aller Frühe auf, um zu sehen, was Santa ihnen unter
den Baum gelegt hat. Und es war? Viel!! So bedeckte das
Weihnachtspapier kurze Zeit darauf den gesamten Boden des
Kaminzimmers. Gegen acht kamen dann auch schon Oma Jill und Opa John
zum Weihnachtsfrühstück mit Joghurt und frischem Obst. Dazu gab es
tolle frische Säfte und leckeren Kaffee. Man wusste ja, was noch
alles an Essen auf einen zukommen würde. Und das bei den
Temperaturen. Knapp über 30°C und keine Wolke in Sicht. Aber noch
mehr Geschenke. (Auch für's Aupair. Thank you so
much, Jill and John, for the lovely voucher. We will have a nice time
at Yelo!! And a big thank you to Michelle, Aaron and the kids for a
beautiful and huuuuge beach towel on which I will enjoy many lovely
beach days. With pretty toe nails of course!! Thank you!)
Anschließend dann zu Tante Jasmin und
Onkel Ashley, um dort mit all den anderen Truthahn zu essen und mit
noch mehr Geschenken (Thanks, Auntie Jodi, for the Magic against my
mozzies and the lovely soap! And thanks, Julia, for the funny cup
that makes every coffee naughty..ehm..nice!) Weihnachten zu
zelebrieren. Auf australisch. Also mit Wasserrutsche auf dem Gras für
die Jungs und kaltem Sekt und Ginger Bier für die Großen. Leider
ohne Cousin Sebastian, der sich krank im Nebenzimmer quälte und noch
in der selben Nacht Tschüß zu seinem Blinddarm sagen musste. Frohe
Weihnachten.. Armer Junge!
| Weihnachtsengel Leah |
| Unsere Party-Location. Terrassenküche bei Jasmin und Ashley |
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| Für Abkühlung sorgt der Sprenkler, der einen mit winzigsten Tropfen berieselt - herrlich! |
| Buster bleibt einfach gleich im Schatten |
| Und siehe da! Schnee!! Thanks to Auntie Donna and Auntie Jodi for white christmas! |
| Lewis, der professionelle Schneestreuer |
| Nils und seine Leah erkunden im Partnerlook die Geschenke |
Nach all dem
Weihnachtstrubel ging es für die Familie noch weiter zu Freunden.
Nils und ich haben uns dafür entschieden, die Ruhe im Haus zu
genießen und den Tag mit einer Runde Planschen im kühlen Pool
ausklingen zu lassen.
Der zweite Weihnachtstag wurde wieder
ganz traditionell bei meinem Papa verbracht. Dieses Jahr natürlich
nur über die Liveschalte Skype, aber absolut besser als nichts. Das
war ein sehr schönes Weihnachten dieses Jahr. Jeder hier hat alles
gegeben, dass es uns gut geht. Wir haben es sehr genossen, aber
dennoch lässt sich sagen: An Weihnachten gehöre ich einfach nach
Hause! Ihr fehlt mir!
Einen Tag noch gearbeitet und dann
sollte es erstmal ruhiger werden. Sehr ruhig sogar, sind Michelle und
Aaron mit allen Kindern im Gepäck nach Nanutarra zum Roadhouse
geflogen. Am zweiten Januar sollten sie wiederkommen und so lagen
einige Tage Sturmfrei vor uns. Bereits zwei Tage später kamen
Michelle und die Kinder jedoch schon wieder zurück, da Nanutarra von
einem starken tornadoartigen Sturm bedroht war. (Bisher ist alles
soweit gutgegangen.) Na, dann eben doch arbeiten. Da aber gerade
Sommerferien sind, haben die Jungs sehr lange (zwei Monate lang)
keine Schule und jeder Tag verläuft anders. Das lockert natürlich
alles noch mehr auf als es ohnehin schon ist und wir haben ziemlich
viel Spaß.
Besonders viel Spaß hatten die Jungs,
als sie erfahren haben, dass sie am Silvesterabend so lange
aufbleiben können wie sie wollen. AWESOOOOME!!!! Bis zehn
durchgehalten.. gute Nacht! Irgendwoher kenn' ich das doch noch?!..
Bei Nils, Steve, Freya, Valerie (aus
Wentorf!! Wie witzig!!) und mir war das etwas anders. Leider musste
Nils zwar an Neujahr um acht schon arbeiten, aber wir kennen ihn ja
und wissen, dass das seiner Stimmung am Vorabend deswegen keinen
Abbruch tut. Und so hatten wir zu fünft (Hannah, wir haben dich
vermisst! Genieße Sydney weiterhin!) einen unglaublich schönen
Abend mit gegrillten Rippchen (meine erste hausgemachte Marinade kann
sich sehen..äh..schmecken lassen!), selbstgemachten Kartoffelchips,
Würstchen, Ofengemüse und vielen Getränken. Es wurde getanzt,
gegessen, gelacht und im Whirlpool entspannt. Thank you so much,
guys, for making my Australian New Year's Eve to one of the best
partys I ever had!
| Happy New Year!! |
Nachdem sich alle von der schönen
Party erholt haben, führte es Nils, Steve und mich dann in ein ganz
besonderes Abendprogramm. Zuerst ließen wir es uns so richtig gut
schmecken. Waren die Bäuche erstmal prall mit bestem indischem Essen
gefüllt, erwartete uns ein Kinoprogramm der ganz exquisiten Art: zu
Besuch in der „Gold Class“. Für schlappe 46 Dollar pro Karte
erlebt man hier Kino mal anders. Beinfreiheit (gut, für mich nicht
so wirklich was Besonderes, die Jungs hatten aber ihre Freude),
eigene riesige Sessel mit verstellbarer Rückenlehne und Fußstütze.
Hat man erstmal bequem Platz genommen, kommt auch schon der nette
Barmann, um Popcorn, Cola und Bier (kaltgestellt in einem mit Eis
gefüllten Eimer) zu servieren. Da die Klimaanlage für meinen
Geschmack bzw. für mein Sommerkleid etwas zu stark war, habe ich –
was für ein Service – gleich noch eine schicke Wolldecke bekommen.
3-D-Brillen aufgesetzt und den zweiten Teil des Hobbit genossen. SO
geht Kino!
Mittlerweile ist das neue Jahr schon
fünf Tage alt. Niemand sagt mehr „Happy New Year“ und auch der
schlimmste Kater dürfte mittlerweile überstanden sein. Was dieser
Tag aber vor allem für mich bedeutet ist SECHS! Es sind von heute an
noch genau sechs Tage bis meine liebe Schwester Leni hier endlich
ankommt. Kann es kaum erwarten, dir hier alles zu zeigen! Eine knappe
poplige Woche, die wir noch warten müssen, bis wir uns endlich
wiedersehen! So aufregend!!
Aber ebenfalls nicht zu vernachlässigen
ist ein anderes Ereignis des heutigen Tages! Meine liebste Maren! Ich
wünsche dir soo von Herzen alles Gute zu deinem Festtag und dass du
all deine Lieben um dich herum hast. Ganz viel und fest denke ich an
dich und freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen in diesem Jahr!
Auch so aufregend!! Happy happy birthday, Love!
Weniger aufregend, aber wie gewohnt von
Herzen folgt noch mein Blog-Gruß! Dieser geht heute an Christina und
Erwin aus Friedland. Ich hoffe, dass euch der Gruß genauso
überrascht wie euer schönes Geschenk mich überrascht hat. Vielen
Dank für die leckeren Pralinen – ein Stückchen Heimat, das ich
mir bereits habe schmecken lassen. Es freut mich zu hören, dass ihr
zu den besonders treuen Blog-Lesern gehört. Ich finde es sehr schön,
dass ich euch auf diese Weise ein wenig von Perth und „unserer
gemeinsamen australischen Familie“ nach Deutschland schicken kann.
Also auf diesem Wege fröhliche Weihnachten nachträglich und ein
frohes Jahr 2014!!





Für Dich auch ein traumhaftes Jahr 2014, in dem Du sicherlich noch viel erleben wirst ;-) Die Fortsetzung folgt dann in Hamburg.
AntwortenLöschenFühle Dich riesig umarmt von den Oldies aus der G 97